Wir schreiben wieder den 22. April, der Tag, an dem wir wie jedes Jahr den Tag der Erde zelebrieren. Es ist der Tag, an dem wir daran erinnert werden sollen, dass unsere Erde mehr Schutz benötigt, egal ob Fauna oder Flora. Dies ist also ein guter Zeitpunkt, um mal in sich zu gehen und zu überlegen, was man selbst eigentlich zum Schutz unseres Planeten beiträgt. Wir haben es uns deshalb zur Aufgabe gemacht, zehn Sachen herauszusuchen, die man einfach erledigen kann, um einen umweltfreundlichen Fußabdruck zu hinterlassen.

Schwing Deinen Hintern auf den Sattel

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Mit dem Auto zu fahren ist bekanntlich nie umweltfreundlich. Weder mit einem sparsamen Benziner noch einem Elektroauto. Dabei liegt das Problem nicht nur bei den Abgasen, die unsere Luft verschmutzen, sondern in erster Linie bei der Herstellung des Kraftstoffs. Sobald Benzin, Diesel, Gas oder auch Elektrizität hergestellt wird, entstehen riesige Mengen von CO2. Bestes Beispiel hierfür ist die Smog-Hauptstadt Peking in China.Nimm doch also mal Dein Fahrrad, um die alltäglichen Fahrten zum Supermarkt oder in die Arbeit zu machen. Gleichzeitig tust Du sogar etwas für Deine Fitness. Und die Ausrede “ich habe kein Fahrrad” gilt heutzutage auch nicht mehr, da es an gefühlt jeder Ecke die neuen MVG Bikes gibt, die man für 8 Cent pro Minute mieten kann.

Palmen gehören nicht in Deinen Körper

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Nein, Palmöl hast Du nicht in der Küche stehen und griffbereit für Deine nächste private Koch-Show. Trotzdem nehmen wir dieses Öl (auch in Form von Fett) täglich zu uns – von Essen bis hin zu Kosmetik. Du wirst Dich sicherlich wundern, “Palmöl? Klingt doch gesund!” Ganz im Gegenteil. Palmöl fördert diverse Gesundheitsrisiken, unter anderem auch Diabetes.Ein weiteres Problem, das besonders durch Palmöl entsteht, ist die systematische Abholzung von kostbaren Regenwäldern. Da Palmöl günstig hergestellt werden kann, nutzen viele bekannte Marken dieses Öl und steigern dadurch die Nachfrage. Es wird also mehr angebaut, mehr Wälder abgeholzt, mehr hergestellt. Die Konsequenz daraus macht sich am schlimmsten in der Tierwelt bemerkbar. Viele Tiere sind vom Aussterben bedroht, da ihnen schlichtweg der Lebensraum fehlt. Und, dass die “Lunge der Erde” täglich schrumpft, sollte Dir allein schon die Augen öffnen.

Also schau in Zukunft auf die Rückseite Deines Wunschprodukts und gehe sicher, dass kein Palmöl verwendet wurde. Bekannte Marken, die Palmöl oder Derivate verwenden sind unter anderem Milka, Palmolive, Knorr, Ariel, Nivea und auch Nutella.

Einen guten Überblick über Alternativen bekommst Du hier.

Lass‘ doch einmal Dein Handy weg

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“Strom sparen!” Das schrien schon unsere Großeltern zu ihren Zeiten. Und heute ist es genau so wichtig wie damals – und sogar wichtiger. Dadurch, dass wir täglich vor unserem Smartphone, Tablet und Computer sitzen, verbrauchen wir immer mehr Strom. Ein Gut, das, wie für Elektroautos, mit hohem CO2-Ausstoß gewonnen wird. In diesem Fall ist also weniger nutzen = seltener Akku aufladen = Strom sparen = CO2-Ausstoß verringern. Der Tipp hier ist ganz simpel: gehe lieber raus und nutze das gute Wetter, und befreie Dich hin und wieder mal von Deinen elektronischen Begleitern.

Think local

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Erdbeeren im Winter… Warst Du schon mal im Dezember auf einem Erdbeerfeld und hast fleißig gepflückt? Wenn Du nicht zufällig in Italien, Ägypten oder gar Mexiko lebst, lautet die Antwort ganz klar nein. Denn solche Lebensmittel können nicht das ganze Jahr in Deutschland geerntet werden und müssen aus dem Ausland hergebracht werden. Weil teilweise die Wege, die Lebensmittel in LKWs und Booten hinter sich bringen, enorm lang sind, entsteht für den Transport allein ein CO2-Ausstoß, der vergleichbar mit der Industrie ist.

Wenn Du der Natur etwas gutes tun willst, dann esse möglichst saisonal und besorge die Sachen auch mal in lokalen Geschäften. So unterstützt Du auch gleichzeitig die lokale Wirtschaft, was für das Viertel und die Stadt, in denen Du lebst, überlebenswichtig ist.

Du Warmduscher

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Hier kommen wir wieder auf das Thema Strom sparen zurück. Wer warmes bzw. heißes Wasser benutzt, verbraucht auch Strom. Denn dieser heizt das Wasser auf. Außerdem wurde bestätigt, dass heißes Wasser auf Dauer schlecht für Deine Haut ist. Durch das tägliche “abkochen” förderst Du das Austrocknen Deiner Haut. Wenn Du also öfter mit kaltem Wasser Deine Hände wäschst, sparst Du Dir Cremes, Strom und Kosten.

Lass‘ es summen

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Jeder kennt es. Man sitzt gemütlich im Biergarten und möchte in Ruhe sein Radler genießen. Doch andauernd summt es um einen herum und im Getränk befinden sich gierige Wespen. Der Reflex ist es, die Viecher zu töten, bevor sie einen stechen. Und das ist fatal! Denn Wespen, Bienen und Hummeln sind maßgeblich für die Gesundheit unserer natürlichen Umgebung zuständig. Besonders durch die tägliche Arbeit der Bienen, verbreiten sie unter anderem Samen, aus denen neue Pflanzen entstehen. Sollten diese fleißigen Tiere mal aussterben, würde es um uns nicht gut stehen. Also Finger weg!

Fenster auf, Heizung aus!

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Kennst Du die Cabrio-Fahrer, die um jeden Preis mit geöffnetem Dach fahren, sobald ein Sonnenstrahl zu sehen ist, und dann aber eine Mütze, Schal, Daunenjacke tragen und die Heizung auf volle Pulle haben? Die sind ganz schön bescheuert, oder? Genauso verhält es sich mit offenen Fenstern. Besonders jetzt im Frühling besteht die Gefahr, dass man die Heizung anmacht (denn es ist ja noch kalt), aber gleichzeitig die Frische Luft von draußen genießen will. Wer im Physikunterricht aufgepasst hat, weiß, dass Warme Luft in Räumen schnell durch kalte Luft ersetzt wird. Pass also in Zukunft auf, ob Deine Heizung an ist, wenn Du das Fenster öffnest, denn ansonsten schmeißt Du kostbaren Strom förmlich aus dem Fenster.

Müll -> Tonne!

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Eigentlich ist es traurig, dass dieser Punkt mit aufgezählt werden muss. Doch leider sieht man jeden Tag, wie Müll in Parks herumliegt. In den meisten Fällen ist es Plastik. Dabei ist der Aufwand, etwas zu entsorgen so einfach: gehe an die richtige Stelle, wo sich ein Mülleimer befindet, und lass’ den Müll hineinfallen. Fertig! Aber nein, viele sind zu faul, zu ignorant oder gar zu dumm, um den Müll loszuwerden. Das gleiche gilt übrigens für Flaschen aller Art. Auch wenn Flaschensammler unterwegs sind, werden nicht alle aufgehoben. Die Opfer dieses Undings sind schließlich Tiere, die sich davon ernähren und elendig krepieren.

Ein genialer Jungendlicher hat sich diesem Problem übrigens angenommen. Über das Projekt “The Ocean Clean-Up” berichteten wir bereits.

Mehr Glas, weniger Plastik

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Bleiben wir gleich beim Thema Plastik. Da wir so abhängig von dem Rohstoff geworden sind, dass wir riskieren darin unterzugehen, sollten wir mal einen Schlussstrich ziehen. Das Recyclen von Plastik ist zwar möglich, ist aber mit einem hohen preislichen Aufwand verbunden. Aus diesem Grund wird lediglich ein Bruchteil vom Plastik-Müll tatsächlich recycelt. Wie lösen wir dieses Problem? Einfach weniger Plastik nutzen! Einen Anfang kannst Du machen, indem Du statt Plastiktüten beim Supermarkt zu kaufen, einen Jutebeutel mit Dir trägst. Oder, wenn das schon zu viel verlangt ist, zu Getränken in Glasflaschen greifen. Denn Plastikflaschen sind gleichzeitig ein Gesundheitsrisiko, da Plastik sich minimal im Getränk auflöst und in Deinem Organismus landet.

Pflanze einen Baum

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Zugegeben, einen Baum zu pflanzen ist nicht das Alltäglichste. Und Du sollst es auch nicht jeden Tag machen. Aber nimm Dir doch mal die Zeit, bewahre Die Apfelkerne auf, und pflanze sie an einen geeigneten Ort. Oder kaufe einen jungen Baum und gib ihm ein Zuhause in Deinem Garten. Die Natur und dein Gewissen werden es Dir danken.

Wie pflanze ich einen Baum?

Umweltschutz – Es ist Deine Entscheidung

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Unsere Tipps sind leicht umzusetzen. Das einzige, was im Weg steht, bist Du. Denn nur wenn die Motivation da ist, können wir alle einen Unterschied machen. Und wenn Du all das schon machst und einen Schritt weitergehen möchtest, dann schau doch mal unseren Beitrag zu “Apps for Earth” an.

Abschließend möchten wir Dir noch weise Worte von Lady Bird Johnson mitgeben:

„The environment is where we all meet; where we all have mutual interest;
it is the one thing all of us share.“

In diesem Sinne: Happy Earth Day 2016!

UPDATE: In einer früheren Version dieses Artikels merkten wir an, dass Wespen durch einfaches Wegpusten vertrieben werden könnten, da sie dies nicht als Gefahr erkennen und an einen ruhigeren Ort verschwinden würden. Entgegen unserer persönlichen Erfahrungen wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass Wespen besonders aggressiv auf das ausgeatmete CO2 reagieren würden. In beiden Fällen wird von einer Tötung dringendst abgeraten.  

Fotos: Jevgeniij Voronov, Giphy

Richard Wiswesser

In München geboren und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Action Adventure Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es, die Zeit zu kontrollieren.

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