Die zweite Folge unseres eyeslovetosee FahrRadgeber’s führt uns zum bekanntesten Windrad Deutschlands auf dem Fröttmaninger Berg im Münchner Norden. Diesmal eine weniger anspruchsvolle Tour wie die in Folge 1 – dafür mit einem grandiosen Ausblick als Höhepunkt.

Für diese Radtour braucht es weder Mountainbike noch Rennrad. Auch wenn es zwischendrin eine knackige Steigung zu bezwingen gilt, reicht ein normales Straßenrad total aus. Der Startpunkt kann natürlich wieder beliebig gewählt werden, für uns jedoch geht es wieder im Herzen der Stadt an der Reichenbachbrücke los.

Viel Isar und noch mehr Grün

Statt aber wie beim letzten mal Richtung Süden aufzubrechen, fahren wir diesmal mit dem Isar-Strom gen Norden. Es geht zunächst knapp 4km rechts der Isar entlang Richtung Englischer Garten, in den man dann nach Überquerung der Max-Joseph-Brücke von der Tivolistraße einbiegt. Hier bietet sich schon die erste Rastmöglichkeit im Biergarten am Chinesischen Turm. Wer es aber etwas beschaulicher mag, fährt noch bis zum Seehaus im Englischen Garten. Die Terrasse dort lädt zum Sonnenbaden ein, oder man mietet sich ein Tretboot und schippert ein wenig über den See.

Enten füttern kann man am See genauso gut wie...
Enten füttern kann man am See genauso gut wie…
...mit einem Tretboot über den See schippern oder einfach nur den Ausblick geniessen
…mit einem Tretboot herum schippern oder einfach nur den Ausblick geniessen.

Wer es ein wenig sportlicher mag, fährt einfach weiter und passiert die Brücke, welche uns in den Nordteil des Englischen Gartens führt. Dort spürt man gleich eine angenehme Ruhe, denn hier sind weit weniger Menschen unterwegs. Vereinzelt trifft man auf einen Jogger/Radfahrer oder Gruppen von Studenten, die sich dort zum Grillen verabredet haben.

Unsere Route führt uns kontinuierlich weiter Richtung Norden, fast bis zum Ende des Parks. Kurz vorher biegen wir jedoch zur Studentenstadt links ab und fahren an dieser vorbei bis zur Hauptstraße (bei der U-Bahn Station Studentenstadt). Dort geht es rechts herum auf den Radweg und weiter Richtung Norden. Der Radweg führt uns durch Freimann, den Kieferngarten und danach heraus aus der Stadt. Irgendwann taucht links das Klärwerk auf (erkennt man auch am Geruch) und direkt dahinter thront das Windrad auf dem Fröttmaninger Berg.

Der einzige Anstieg und die große Belohnung auf dem Fröttmaninger Berg

An der nächsten Ampel wechselt man nun auf die andere Seite und fährt am Fuße des Fröttmaninger Bergs ein paar Meter bis es links einen gepflasterten und etwas versteckten Weg durch den Wald hinauf geht. Jetzt heißt es einige Gänge runter zu schalten und tief Luft zu holen. Der Anstieg ist sehr steil und fordert einem einiges ab. Mit einem Damenrad könnte es schwer werden, komplett ohne zu schieben hinaufzukommen.

Schieben ist erlaubt. Wenn möglich, sollte es aber vermieden werden
Schieben ist erlaubt. Wenn möglich, sollte es aber vermieden werden.

Kommt man langsam aus dem Waldstück heraus eröffnet sich schon ein wenig der Ausblick auf die Stadt. Bevor man diese aber genießen darf, geht es noch zwei Serpentinen hinauf bis zu unserem Ziel, dem Windrad auf dem Fröttmaninger Berg. Dort kann man nun endlich die wohlverdiente Pause einlegen – am Besten mit einer mitgebrachten Brotzeit und kühlen Getränken – während man der Sonne beim untergehen zusehen kann.

Die Allianz Arena in der untergehende Sonne.
Die Allianz Arena in der untergehende Sonne.
Panorama über ganz München.
Panorama über ganz München.

Hat man irgendwann genug von dem Anblick, was nur schwerlich vorstellbar ist, schwingt man sich wieder auf den Sattel und darf erstmal die lange Abfahrt geniessen. Danach geht es (nach dem Sonnenuntergang natürlich mit Licht am Fahrrad!) auf dem selben Radweg langsam wieder zurück Richtung Stadt. Diesmal bleiben wir immer auf dem Radweg Richtung Innenstadt, vorbei wieder an der Studentenstadt bis zur Münchner Freiheit, an der wir dann links auf die Leopoldstraße abbiegen. Von hier aus fährt man entweder direkt zurück nach Hause, oder zu unserem Startpunkt. Letzterer Weg führt uns vorbei an der Uni, über die Prinzregentenstraße und dann wieder an der Isar entlang zur Reichenbachbrücke.

Geschafft! Zusammenfassend nochmal die Fakten zur Radtour:

  • Entfernung: ca. 30km
  • Dauer: ca. 2-3 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: leicht, für alle Radler (auch Kinder) geeignet
  • Landschafts- und Erlebnisfaktor: 8 von 10 Punkten!
Das Streckenprofil
Das Streckenprofil

Marcel Heil

Gebürtiger Pfälzer (der beste Wein..) und nun Wahl-Bayer (das beste Bier...) . Ich bin am liebsten im kreativen Bereich unterwegs - Fotos machen und Videos drehen sind die Dinge, die mir am meisten Spaß machen und mich am meisten motivieren. In meinem realen Leben entwickele ich Software - das hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht gedacht - aber es macht mir Spaß! Wenn ich mal nicht mit eyeslovetosee oder meiner Arbeit beschäftigt bin, findest du mich entweder im Fitnessstudio oder vor dem Fernseher zu Netflix oder Fussball.

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