Endlich! Die Koffer sind längst gepackt, die Sonnenbrillen einsatzbereit und die Frisur steht. In der rechten Hand ein heißer Kaffee, in der linken die Bordkarte und der Reisepass. Kann man noch besser für eine Reise nach Kalifornien vorbereitet sein?

Seit wir im Februar unseren Flug nach Los Angeles gebucht hatten, fieberten Alex und ich auf unsere Kalifornien Rundreise hin. Aber natürlich gab es im Vorfeld einiges zu erledigen. Hotel/AirBnb Buchungen, Mietwagen, Flüge, was, wann, wo… Da wir zwei ziemliche Organisationstalente sind, haben wir das praktisch mit links erledigt. Für alle, die Organisation nicht so mögen oder auch einfach nur nach Ideen und Tipps suchen, ist dieser erste Teil der Reihe Kalifornien, wir kommen… entstanden.

Über allem steht die Terminsuche

Wo fängt man also an? Einfache Antwort: Mit dem Termin! Wenn man zu zweit reist, gestaltet sich die Terminsuche zum Glück meist recht einfach. Empfehlen können wir die Reisezeiten Mai/Juni bzw. September/Oktober, denn in diesen Monaten sind die Temperaturen in Kalifornien in der Regel sehr angenehm und nicht zu heiß. Wer viele Nationalparks (Yosemite, Canyons, …) besuchen möchte, für den empfiehlt sich vielleicht eher der frühere Zeitraum, da die Natur nach dem Winter und der damit einhergehenden Schneeschmelze meist lebendiger erscheint. Das Touristenaufkommen ist früher oder später im Jahr sehr wahrscheinlich recht ähnlich, überhaupt ist Kalifornien Statistiken zufolge eigentlich ganzjährig sehr gut besucht.

Wir haben uns für Mitte September entschieden und waren insgesamt 16 Tage (inkl. An- und Abreise) unterwegs. Viele machen meistens die drei Wochen voll, wir konnten rein vom Urlaubsbudget leider nicht länger bleiben. Die zweieinhalb Wochen haben aber easy ausgereicht, um die drei großen Küstenstädte Los Angeles, San Diego und San Francisco zu besuchen, einen zweitägigen Ausflug in den Yosemite Nationalpark zu machen und den wunderschönen Highway One von SF bis SD einmal komplett hinunter zu fahren. Mehr zu unserer Route aber weiter unten im Artikel.

So sind wir geflogen

Für unsere Flüge haben wir die üblichen Preisvergleiche zur Orientierung genutzt, letztendlich aber dann direkt über Lufthansa gebucht. Die Variante München (bzw. generell von Deutschland) nach Los Angeles (LAX) und zurück ist meist die günstigste. Will man zuerst nach San Francisco (SFO) und die Rundreise im Norden starten, ist der Flug meist etwas teurer. Nach besonderen Angeboten Ausschau zu halten lohnt sich allerdings immer. Für die Flüge haben wir inklusive Vorab-Reservierungen (jeweils 100 Euro) der Sitzplätze knapp 720 Euro bezahlt (die Preise verstehen sich pro Person), zusätzlich haben wir uns noch eine Reiserücktritt-Versicherung gebucht (unbedingt zu empfehlen bei so einer Reise). Manche Kreditkarten haben sowas auch inklusive, also lohnt es sich vorher zu informieren.

Profi Tipp: Vor der Reservierung auf www.seatguru.de nach den besten Plätzen im gebuchten Flugzeugmodell schauen und erst dann die Sitze reservieren. So haben wir im A380 der Lufthansa zwei Sitze im Oberdeck gebucht, wo man mehr Platz zur Seite hat und einen besseren Service genießt, ohne mehr zu zahlen.

Zusätzlich zu den Flügen nach und von LAX haben wir, um erstens Zeit und zweitens doppelte Fahrstrecken zu sparen, noch einen Inlandsflug von San Diego nach San Francisco gebucht. Inklusive Gepäck zum aufgeben haben wir pro Person für den rund einstündigen Flug mit Virgin America 75 Dollar gezahlt.

Hier haben wir gewohnt

Es gibt Menschen, die sich einen großen Rucksack aufschnallen, das Zelt darin einpacken und den gesamten Urlaub darin übernachten. Und es gibt Menschen, die ein weiches Hotelbett und eine frische Dusche am Morgen bevorzugen. Alex und ich gehören definitiv zu den Letzteren. Deshalb stelle ich euch jetzt vor, wie wir unsere Unterkünfte gestaltet haben.

Die ersten Tage in Los Angeles und die 5 Tage in San Francisco haben wir jeweils in privaten AirBnb Unterkünften verbracht. Mit beiden waren wir insgesamt zufrieden, jedoch hat sich unsere Unterkunft in LA ein besonderes Lob verdient. Dort haben wir etwas außerhalb von Santa Monica in Topanga übernachtet. Das kleine Örtchen verteilt sich in den Hügeln wenn man zwischen Santa Monica und Malibu vom Highway One abbiegt und in die Berge fährt. Die Gegend ist nahezu idyllisch, trotz ihrer Nähe zu der Metropole. Man fühlt sich ein bisschen in das Amerika der 80er/90er Jahre zurückversetzt.Die Hosen von Frauen haben Schlag und and den Füssen trägt man hohe Stiefel. Das Licht im Supermarkt flackert. Die Fussgängerampel schaltet sofort auf grün wenn man auf den Knopf drückt. Irgendwie wirkte dort alles so wohltuend langsam.

Aber zurück zur Realität. Die kleine Wohnung von Ryan war ein idealer Ausgangspunkt für Trips nach Hollywood, Venice & Co. Da ich sie jedem weiterempfehlen würde, habe ich sie hier gleich nochmal verlinkt.

>>> Ryan’s AirBnb Apartment in Topanga (Los Angeles)

In San Francisco war die Wohnung weniger schön und modern, aber dafür noch zentraler und dank Uber waren wir für 5-10 Dollar blitzschnell Downton. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, die Waschmaschine des Vermieters zu benutzen und die Gastgeber (sowie deren zwei Bulldoggen) waren sehr nett.

Blick aus Wes‘ AirBnB Apartment

>>> Wes‘ AirBnb Apartment in San Francisco

Den Rest der Reise haben wir in Motels oder Hotels verbracht, welche wir zum Teil über Hotwire und Booking.com gebucht haben. Um nur mal die Namen zu nennen: Motel 6, Travelodge, Miyako Hybrid Hotel. Best Western Plus. Eine Besonderheit ist die Frage, wo man denn bei seinem Ausflug in den Yosemite Nationalpark übernachtet. Wir haben die Variante gewählt, außerhalb des Parks zu nächtigen und jeweils den rund einstündigen Weg in das Yosemite Valley mit dem Auto zu fahren. Aufgrund der erschlagenden Preise für Hotels im Valley war dies die bessere Option. Gewohnt haben wir in einem familiengeführten Motel in Mariposa, welches direkt am Beginn des Weges in den Park liegt.

Die Route für unsere Kalifornien Rundreise

Die Kurzform:

Los Angeles - Long Beach - San Diego - San Francisco - Yosemite Nationalpark - Monterey - Santa Maria - Santa Barbara - Los Angeles

Die Langform:

Wie oben schon erwähnt, haben wir uns aufgrund der etwas begrenzten Reisezeit von 16 Tagen etwas einfallen lassen, um effizienter voran zu kommen. Aber lass‘ uns von vorne starten. Angekommen in LA sind wir an einem Donnerstag Nachmittag. Für die größte Stadt Kaliforniens hatten wir 3 Nächte eingeplant. Das reichte für einen Besuch der Universal Studios, das Beobachten des Sonnenuntergangs vom Griffith Observatorium aus, eine Tour durch Hollywood, Beverly Hills und Venice, einen Besuch des Santa Monica Piers und viele kleine weitere Abstecher. Alles aufgezählte ist mehr als sehenswert und in den 3 Tagen kam bei uns kein wirklicher Stress auf.

Sonntags ging es dann weiter Richtung San Diego. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Long Beach (Outlet, Queen Mary gucken) und einer wunderschönen Fahrt über den südlichen Highway One haben wir dann 3 Nächte dort verbracht. In San Diego haben wir unter anderen den Strand von La Jolla mit seinen wilden Seelöwen besucht.

Mittwochs Mittags sind wir dann vom Flughafen San Diego nach SFO geflogen, wo wir diesmal ganze fünf Nächte, also bis Montag morgen, unser Quartier aufgeschlagen haben. In San Francisco gibt es jede Menge zu sehen, wir sind aber der Meinung das fünf volle tage fast schon zuviel sind (kommt allerdings auch auf das Budget an – welches die Aktivitäten beeinflusst). Wir haben eine Rundfahrt in der Bay Area gemacht (Berkeley, Coronado, Golden Gate), an einer Bootstour nach Alcatraz teilgenommen, den Coit Tower erklommen und uns natürlich ausführlich die Stadt mit ihren einzigartigen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Lombard Street angeschaut.

Von San Francisco ging es dann zum Yosemite Park. Zwei Nächte später zurück Richtung Monterey und dann mit zwei Zwischenstopps den szenischen, aber leider aufgrund mehrerer Erdrutsche teilweise geschlossenen, nördlichen Highway One wieder hinunter nach Los Angeles, wo wir dann nochmal einen entspannten Abend vor dem Rückflug am nächsten Tag hatten.

Unsere Route – von San Diego bis San Francisco haben wir auf das Flugzeug zurückgegriffen. Die Hauptorte, an denen wir übernachtet haben, sind auf der Karte hervorgehoben.

Dies war nur der erste und einleitende Teil meiner Artikel Reihe. Ich werde in den folgenden Teilen genauer auf die verschiedenen Orte eingehen, die wir besucht haben und unsere Aktivitäten auflisten sowie den ein oder anderen (Geheim-)Tipp geben. Seid gespannt auf viele weitere Infos!

Marcel Heil

Gebürtiger Pfälzer (der beste Wein..) und nun Wahl-Bayer (das beste Bier...) . Ich bin am liebsten im kreativen Bereich unterwegs - Fotos machen und Videos drehen sind die Dinge, die mir am meisten Spaß machen und mich am meisten motivieren. In meinem realen Leben entwickele ich Software - das hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht gedacht - aber es macht mir Spaß! Wenn ich mal nicht mit eyeslovetosee oder meiner Arbeit beschäftigt bin, findest du mich entweder im Fitnessstudio oder vor dem Fernseher zu Netflix oder Fussball.

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