Es passiert nicht oft, dass ich in einen Film gehe, ohne zuvor einen Trailer gesehen zu haben. Doch bei Split war dies eben der Fall und ich wusste absolut nicht, worauf ich mich einlassen würde. Das Resultat war, dass ich am Ende des Films zwar einerseits positiv überrascht war aber andererseits psychisch ein wenig angeschlagen aus dem Kinosaal kam.

Die einzige Information, die ich zu Split hatte, war der Fakt, dass es sich um das Thema “multiple Persönlichkeiten” handeln würde. Dieses Thema wurde in der Vergangenheit mal mehr, mal weniger gut inszeniert, wobei meiner Meinung nach “Secret Window”, “Donny Darko” oder auch “The Shining” zu den besseren Filmen gehören. Was all diese Filme gemeinsam haben, ist der Horror-Aspekt, der gleichzeitig die Spannung hochhalten soll.

Hier gibt es den Trailer zu „Split“ zu sehen:

Was geht bei Split ab?

Es dauert nicht lang, bis dem Zuschauer klar wird, wie düster “Split” ist. Es fängt alles an mit der introvertierten Casey Cooke, ein junges Mädchen, das soziale Kompetenzen vermissen lässt. Zwei Kommilitoninnen und sie werden kurz nach einer Geburtstagsfeier vom Hauptcharakter entführt und in ein abgelegenes Versteck gebracht. Dort gefangen gehalten, erfahren die drei jungen Mädels, mit wem oder besser mit was sie es zu tun haben.

Der Begriff Hauptcharakter ist hier eigentlich nicht ganz richtig, denn James McAvoy porträtiert in Split gleich mehrere Charaktere, die alle unabhängig voneinander existieren. Seine Psychologin, die dieses Phänomen erforscht, stellt die Krankheit “Dissociative identity disorder” fest. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Persönlichkeitsstörungen, nehmen die verschiedenen Identitäten sogar auf den Körper Einfluss und rufen so zum Beispiel Allergien hervor, die bei einer anderen Identität nicht feststellbar sind.

Im Laufe des Films entwickeln sich die bösen Identitäten weiter und übernehmen die Kontrolle, wodurch die drei Mädchen mit der Zeit zu kämpfen haben, um rechtzeitig zu entkommen. So viel kann ich verraten, ohne den Film komplett zu spoilern…

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Fazit zu Split

Der Film ist überraschend gut, wie ich zugeben muss. Filmen zum Thema “multiple Persönlichkeiten” stehe ich in der Regel kritisch gegenüber, da es meiner Ansicht nach ein sehr einfaches Mittel ist, einen Charakter unheimlich zu machen.

Der Film entwickelt eine immer steiler werdende Spannungskurve, die bis zum Grande Finale andauert. Lediglich der Fakt, dass der Film eine eher übernatürliche Richtung einschlägt, schadet dem Psycho-Thriller ein wenig. Alles in allem ist Split jedoch ein sehr empfehlenswerter Streifen, der sicherlich für den einen oder anderen Filmpreis nominiert sein wird.

Richard Wiswesser

Geboren in München und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Jump n' Run Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es die Zeit zu kontrollieren.

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