Die Wiesn steht quasi vor der Tür. In fünf Tagen um genau zu sein geht es los! Es erwarten uns wieder lange, süffige Nächte, voll mit Bierleichen, hübschen „Madln“ und überteuerten Speisen. Um sich darauf gut vorzubereiten ging es für mich erstmal ganz gemütlich auf das Pfaffenhofener Volksfest. Dort ist die Welt zumindest noch normal…

Ein bayerisches "Grüaß God" begrüßt die Besucher
Ein bayerisches „Grüaß God“ begrüßt die Besucher

Das Pfaffenhofener Volksfest findet wie der Name schon verrät jährlich in Pfaffenhofen statt – ein knappe Stunde von München entfernt. Im Gegensatz zum ebenfalls benachbarten Rosenheimer Herbstfest, schmückt sich das Pfaffenhofener Fest nicht mit jeglichen Oktoberfest-Vergleichen. Und das ist gut so.

Passend zum Thema: Herbst ist schon was Gutes

Die Wiesn ist kein Volksfest

Obwohl das Oktoberfest allgemein als das größte Volksfest der Welt bekannt ist, kann man bei dem Hype um das Fest nicht mehr von Volksfest sprechen. Wenn man sich allein die Preise der Speisen anschaut, dann weiß man, dass es nicht für das Volk ist. Denn mit dem stetig steigenden Maß-Preis auf aktuell knapp 11€, sinkt die Bereitschaft sein Geld dafür auszugeben.

In Pfaffenhofen schaut es noch anders aus, hier sind die Preise vergleichsmäßig normal. Eine Maß bekommt man hier schon für 7,90€, und ein Hendl für 8,30€. Auch die Preise der Fahrgeschäfte und Stände sind vom Wiesn-Hype nicht betroffen. Hier spart man sich in der Regel 1€ bis 2€ pro Einkauf.

Eine Maß und ein Hendl dürfen auch auf einem Volksfest nicht fehlen
Eine Maß und ein Hendl dürfen auch auf einem Volksfest nicht fehlen

Es herrscht die Gemütlichkeit

Wofür die Bayern eigentlich bekannt sind, ist die deren Gemütlichkeit. Das sieht man tagtäglich in den vielen Biergärten und Wirtshäusern. Doch auf der Wiesn bekommt man genau das Gegenteil geboten. Unfreundlichkeit, Stress und Ignoranz stehen oft auf der Tagesordnung. Auf einem Volksfest wie in Pfaffenhofen kennt man das nicht. Klar liegt es daran, dass hier viel weniger los ist. Nichtsdestotrotz bemerkt man, dass die Bedienungen viel freundlicher und nicht wie auf der Wiesn „Trinkgeld-geil“ sind. Außerdem muss man nicht um Tische kämpfen, da es in der regel genügend Auswahl gibt.

Das Pfaffenhofener Volksfest kannst du noch bis zum 13. September besuchen. Weitere Eindrücke davon siehst du im Folgenden:

Die Straßen des Volksfest ähneln stark der Wiesn
Die Straßen des Volksfest ähneln stark der Wiesn

 

Auch an der Beleuchtung der Fahrgeschäfte wrid nicht gespart
Auch an der Beleuchtung der Fahrgeschäfte wrid nicht gespart

 

Ein Volksfest ohne gebrannte Mandeln kommt nicht in Frage
Ein Volksfest ohne gebrannte Mandeln kommt nicht in Frage

 

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Das gleiche gilt für die Herzen

 

Für die Stimmung im Festzelt sorgt auch hier eine Liveband
Für die Stimmung im Festzelt sorgt auch hier eine Liveband

Richard Wiswesser

Geboren in München und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Jump n' Run Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es die Zeit zu kontrollieren.

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