Der erste Tag des London Kurztrips war schon voller interessanter Erfahrungen. Doch es war der zweite und damit letzte Tag der Reise, der die Stadt so richtig hat aufblühen lassen!

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Nach einer erholsamen Nacht und einem wenig zufriedenstellenden Frühstück im Hotel wurde uns klar: wir brauchen etwas richtig leckeres zu Essen. Und ich als „erfahrener“ London-Traveller wusste auch genau, wo wir das finden würden.

Camden Town – Das alternative London

Unser Ziel war das eher nördlich gelegenge Viertel Camden Town, das gleichermaßen bei Touristen und Londonern beliebt ist. Grund dafür ist ganz klar die lockere und alternative Atmosphäre, die den ganzen Stadtteil beherrscht. Da es ein Sonntag war, und wir überraschenderweise das Wetter auf unserer Seite hatten, waren die Straßen natürlich überfüllt mit Menschen. Wenn man von der Metro-Station startet, kommt man erstmal an einer endlosen Menge an Souvenir-Shops vorbei, bei denen man sich vor den teilweise dreisten Verkäufern in Acht geben muss. Wer aber ein kleines Mitbringsel sucht, der wird hier definitv fündig.

Hat man es aber erstmal an den ganzen Shops vorbeigeschafft, wird man sofort belohnt – und zwar mit dem Camden Market. Dieser Markt, der das ganze Jahr über offen hat, ist der wohl coolste Hotspot Londons. Der Markt, der direkt an einem der vielen Kanäle der Stadt liegt, ist ein kulinarisches Paradies. Hier findet man frisch zubereitete Speisen aus aller Welt, verkauft an kleinen Ständen. Jeder dieser Stände bemüht sich außerdem, seinem Essen etwas besonderes zu verleihen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das japansiche „Tonkatsu-Curry“, wofür wir uns entschieden haben. Während es traditionell mit Reis serviert wird, habe ich es mir als Burger-Variante gegönnt. Einfach unfassbar lecker!

Japanisches Tonkatsu-Curry als Burger und klassisch mit Reis
Japanisches Tonkatsu-Curry als Burger und klassisch mit Reis

Als süßes Schmankerl gab es schließlich noch ein wenig chemisches – und das ist wortwörtlich gemeint! Bei Chin Chin Labs gibt es das leckerste Eis, welches mit flüssigem Stickstoff gefroren wird. Serviert wird das ganze dann entweder auf einem Brownie oder als Sandwich zwischen zwei Cookies. Dass das „Nitrogen“, welches das Eis zum gefrieren bringt, nicht nur Marketing ist, merkt man sobald man das Eis ist. Ich habe zumnidest das Gefühl bekommen, dass das Eis viel intensiver und frischer schmeckt, und dass es samtiger im Mund verläuft (besser kann ich es nicht beschreiben). So oder so ist es definitiv ein Besuch wert!

Mit flüssigem Stickstoff gefrorenes Eis bei Chin Chin Labs
Mit flüssigem Stickstoff gefrorenes Eis bei Chin Chin Labs

Stadionbesuch im Ursprungsland des Fußballs

Nach dem leckeren Abstecher in Norden Londons ging es noch ein Stückchen weiter nördlich. Die letzte Station unseres London Kurztrips war das Emirates Stadium, wo mein Lieblingsverein Arsenal um Mesut Özil den von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool zum Saisonstart empfing. Das inzwischen 10 Jahre alte, aber noch immer sehr imposante Stadion steht inmitten von Wohnhäusern, so dass man es erst richtig sieht, wenn man ungefähr 100 Meter davor steht. Dadurch, dass Saisonbeginn war und gleich solch ein Kracher auf dem Prgoramm stand, war der Platz rund um das Stadion und der Fan-Shop natürlich rappelvoll.

Panorama vom Inneren des Emirates Stadium
Panorama vom Inneren des Emirates Stadium

Auch im Inneren ist das Stadion eine Augenweide – zumal Arsenal europaweit den besten Spielrasen hat. Man merkt einfach, dass hier sehr aufs Detail geachtet wird. Das Spiel selbst war ein absoluter Krimi mit einem traurigen Ausgang für Arsenal-Fans (also für mich 🙁 ). Das Spiel endete nämlich 3 zu 4 für Liverpool, obwohl Arsenal noch eine furiose Aufholjagd in der zweiten Halbzeit zu Stande brachte. Es sollte aber einfach nicht sein. Meine Freundin war aber glücklich, denn ihr erster Stadionbesuch war gleich ein absolutes Tor-Festival. Das kann ich ihr auch nicht übel nehmen, denn sowas erlebt man nur sehr selten.

Das war es dann auch schon mit dem sehr kurzen Kurztrip in einer meiner Lieblingsstädte. Wie du siehst, kann man auch in nur zwei Tagen einen sehr lohnenden Aufenthalt in London verbringen, vor allem wenn man einen günstigen Flug findet.

Richard Wiswesser

In München geboren und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Action Adventure Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es, die Zeit zu kontrollieren.

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