Viele haben zu mir gesagt, dass eine Woche in Marrakesch zu viel wäre — ich sehe das jetzt anders. Nur so kann ich behaupten, die Stadt einigermaßen einschätzen und sagen zu können, was sich lohnt zu besichtigen und was nicht. Außerdem solltet ihr unbedingt in einem Riad im Stadtzentrum übernachten!

Ich bin eigentlich komplett ohne Erwartungen auf diese Reise gegangen. Natürlich hört man von allen, die schon einmal dort waren, wie schön die Häuser verziert und die Gärten angelegt sind. Doch es gab auch negative Stimmen. Manche berichten von einem großen Kulturschock, Dieben und aufdringlichen Leuten auf den Märkten. Ich war bereits ein Mal in Afrika und konnte verstehen, wovon die Rede war. Bei meiner Reise zum Kilimanjaro vor zweieinhalb Jahren habe ich auch so etwas wie einen Kulturschock erlebt; darauf war ich also vorbereitet. Doch gelandet in Marrakesch war alles ganz anders. Der Flughafen ist sehr modern und architektonisch echt ansehnlich. Mit dem Shuttles unseres Riads gings direkt zum Djemaa el Fna. Dies ist der größte Souk — so heißen die Märkte in Marokko — der Stadt und lag nur wenige Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt. Gleichzeitig markierte dieser Platz auch das Zentrum der Stadt, wodurch wir die meisten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichten und sonst nur wenige Minuten mit dem Taxi fahren mussten.

In diesem Artikel versuche ich euch einen Eindruck über die schönsten Orte und Restaurants der Stadt zu geben. Außerdem findet ihr am Ende dieser Seite eine Karte, worauf alles markiert ist, was ihr euch anschauen solltet.

Sehenswürdigkeiten

Wir haben uns meistens etwa 2-3 Sehenswürdigkeiten pro Tag vorgenommen, die in einer ähnlichen Richtung lagen. Das klingt erstmal wenig, aber da wir fast überall zu Fuß hin gingen waren die Wege teilweise schon etwas länger. Außerdem wurden wir immer wieder von netten Cafés oder Gärten überrascht, bei denen wir dann eine außerplanmäßige Pause machten.

Unser Riad

Die Nächte — und auch den ein oder anderen Nachmittag — verbrachten wir im Riad Yamina. Dort wurden wir wie bei Mutti versorgt und fühlten uns wie zuhause. Als Riad werden Gasthäuser bezeichnet, die meist nur wenige Zimmer anbieten und inhabergeführt sind. Unser Riad hatte 9 Zimmer in unterschiedlichen Größen und mit eigenen Bädern. Das Herz und der zentrale Treffpunkt war der Innenhof. Wie in Marokko üblich, sind die Gebäude von außen sehr schlicht. Dafür werden sie von Innen umso aufwändiger verziert! Wer hier also Pech hat und sich keins der traditionellen Riads sucht, kommt weniger mit den typischen bunten gefliesten Innenhöfen in Kontakt.

Das morgendliche marokkanische Frühstück war bei uns inklusive. Frischen Minz-Tee oder Kaffee, Orangensaft, Marmelade und Joghurt gab es immer, dazu wechselndes Gebäck. Auch wenn man sich am Nachmittag oder Abend noch etwas im Innenhof entspannen wollte gab es frischen Tee aufs Haus. Alles in Allem wirklich eine tolle Erfahrung und definitiv zu empfehlen!

>> Riad Yamina

Aktivitäten

In und um Marrakesch werden zahlreiche Aktivitäten und Ausflüge angeboten. Je nachdem wie viel Zeit man hat oder dafür aufwänden möchte, ist für jeden etwas dabei. Wir haben uns nur für eine besondere Aktivität entschieden — eine Heißluftballonfahrt in den Sonnenaufgang hinein. Dafür wurden wir schon um 5:30 in der Stadt abgeholt und zum Abflugplatz etwas außerhalb gefahren. Dort angekommen waren bereits ein Frühstücksbuffet und Heißgetränke für uns vorbereitet.

Ein Tag Pause

Während unseres Aufenthalts in Marrakesch hatte ich Geburtstag. Um diesen Tag besonders entspannt zu genießen besuchten wir das 5-Sterne Hotel La Mamounia. Es ist eins der ältesten, luxuriösesten und bekanntesten Hotels der Stadt. Mit einer Restaurantreservierung darf man sich auch ohne Zimmer auf dem Gelände aufhalten, was definitiv sehr entspannt war. Man war wie in einer kleinen Oase von dem Trouble der Stadt abgeschnitten. Das Hotel verfügt über vier Restaurants und fünf Bars. Wir reservierten einen Tisch im Garten des „Le Menzeh Ice Cream and Pastry Shop“. Einen entspannteren Geburtstag hatte ich mein ganzes Leben noch nicht.

Falls ihr noch weitere Fragen zu unserer Reise habt, kommentiert am besten unter unserem Video auf YouTube. Lasst uns dort auch gerne von euren Erfahrungen wissen!

Max Graf

Ich arbeite als Visual Designer und genieße es meine Freizeit zum Schreiben von Artikeln und Produzieren von Videos besonderer Erlebnissen zu nutzen. Meine Interessen liegen vor allem in neuer Technologie, Design und Start-Ups. Außerdem liebe ich es zu reisen!

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