Wir schreiben das Jahr 2015. Doch betritt man mal einen Showroom von Tesla Motors, kommt man sich vor, wie 20 Jahre in die Zukunft versetzt. Das gleiche galt bei der Präsentation des neuen vielversprechenden Automobils – dem Tesla Model X.

Der Geschäftsführer Elon Musk ist kein Unbekannter, wenn es um atemberaubende Shows und Zukunftsvisionen geht. Schon mit dem Tesla Model S hat sich das Unternehmen aus den USA die Pole Position im elektrischen Fahren gesichert. Am 29. September 2015 wurde nun endlich im kalifornischen Fremont das Model X vorgestellt – ein voll elektrischer SUV.

Die Liste der technischen Neuheiten scheint endlos. Angepriesen wird die Neuheit aus dem Hause Tesla als der „sicherste, vielseitigste und schnellste SUV der Geschichte.“ Es kommt serienmäßig mit Allradantrieb und einem 90 kWh-Akku, der eine Reichweite von 450 km verspricht. Ganz stolz ging Musk auf die Tatsache ein, dass das Auto Platz für sieben Erwachsene mit Gepäck bietet. Auf dem Papier eigentlich kaum zu glauben, jedoch wurde dies auf der Bühne live vorgeführt – mit Erfolg.

Heutzutage gelten SUVs als die sportlichere Alternative zu familienfreundlichen Minivans (ganz abgesehen von deren Ruf). Doch das Model X treibt diese Annahme auf die Spitze. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,4 Sekunden, hält das Model X auch mit den echten Sportlern auf der Straße mit. Langeweile kommt da garantiert nicht auf. Der Fakt, dass das Gefährt ohne Schadstoffemissionen auskommt, ist dabei noch bemerkenswerter.

Das Tesla Model X

In Sachen Design hat sich Tesla ebenfalls etwas neues einfallen lassen. Das Model X hat generell ein futuristisches und doch klassisches Aussehen, dass durch die grellen LED Scheinwerfer komplementiert wird. Der Clou kommt jedoch wenn man im hinteren Teil des Autos einsteigt. Tesla nennt die Türen „Falcon Wings“ – inspiriert vom Flügelschlag eines Falken. Klingt schräg, ist aber so. Die Türen öffnen sich nicht etwa nach außen, sondern vertikal nach oben. Dies ermöglicht nicht nur einen einfacheren Einstieg, sondern kann in engen Parklücken sehr hilfreich sein. Zusätzliche Sensoren an den Türen sorgen dafür, dass die Türen in Garagen oder überdachten Stellplätzen nicht anstoßen. Der Innenraum steht dem Äußeren in nichts nach. Wie schon im Tesla S, erwarten die Insassen sportliche und schön designte Sitze, und ein umfangreicher Bordcomputer. Navigation, Klima und Entertainment lassen sich über ein großes Display einstellen, das zentral in die Konsole eingebaut ist.

Erste Studien zur Fahrzeugsicherheit haben ergeben, dass das Model X zu den sichersten Autos auf dem Automobilmarkt gehört. Tesla hat Wert drauf gelegt, bekannte Schwachstellen im Falle eines Aufpralls zu verstärken. Sensoren rund um das Auto sollen gleichzeitig die Umgebung scannen, um dem Fahrer mögliche Kollisionsrisiken vorab zu melden.

Alles in Allem stellt das Model X einen Quantensprung im elektrischen Fahren dar. Die Tatsache, dass das elektrische Fahren sich in Deutschland nur schleppend entwickelt, ist gleichzeitig ein Dämpfer, da es noch nicht überall adäquate Ladestationen gibt. Das Tesla Model X wird voraussichtlich im 2. Quartal 2016 ausgeliefert. Ich bin auf jeden Fall ein großer Fan und kann es kaum erwarten, wenn diese Autos zum Alltag gehören (und ich mir eins leisten kann).

Heckansicht
Seitenansicht
Innenansicht

Weitere Informationen und Fotos: Teslamotors

Richard Wiswesser

Geboren in München und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Jump n' Run Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es die Zeit zu kontrollieren.

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