Mit dem bevorstehenden Release des neuen Galaxy S7 und des S7 Edge, wurde ich diese Woche von Samsung eingeladen, die neue Virtual Reality Brille Gear VR selber auszuprobieren. Obwohl der Test auf 2 Demos limitiert war, konnte ich mir trotzdem ein gutes Bild von dem machen, was uns in ein paar Wochen erwartet.

Was ist eigentlich Virtual Reality?

Hinter „Virtual Reality“ steckt eine Technologie, die eine computergenerierte und interaktive Umgebung kreiert. Diese künstliche Realität kann alleinstehend funktionieren oder mit der tatsächlichen Umgebung verschmelzen. Während VR besonders in den letzten 2 Jahren an Bedeutung gewonnen hat, gab es die ersten Ansätze bereits in den 90ern – besonders in der Videospielbranche. Und jetzt feiert Virtual Reality das Comeback.

Die Brille sitzt bequem auf dem Kopf
Die Brille sitzt bequem auf dem Kopf

High Tech ohne viel Schnick Schnack

Bei der Gear VR handelt es sich um eine VR-Brille von Oculus, die eine 360 Grad Funktionalität besitzt. Somit kann eine virtuelle Realität in jede Richtung ermöglicht werden, in die man schaut. Damit das funktioniert, braucht man ein Samsung Galaxy (ab dem S6 Modell) und die Brille.

Gear VR besteht hauptsächlich aus Plastik und hat zwei eingebaute Linsen aus Glas. Die Linsen erfüllen die Funktion, das Bild des Bildschirms so auf die Pupille zu projizieren, dass das Auge durch die Nähe nicht gestört wird und alles in hoher Qualität wahrnimmt. Der Nutzer hat zudem die Möglichkeit, über Tasten die Schärfe des Bilds und das Programm direkt über die Brille einzustellen. Einmal das Smartphone ein- und die Brille aufgesetzt, geht es schon los.

Das Innere von Gear VR
Das Innere von Gear VR

Spannende Demos für den Kick

Die erste Demo war eine Szene aus dem letzten Avengers Film „Age of Ultron“. Während diese Demo nicht interaktiv war, sah ich mich direkt in die Kampfszene im Avengers Tower gesetzt. In geringem Tempo bewegte ich mich durch den Kampf und konnte dabei sehen, was um mich herum passierte.

Die nächste Demo war aus einem Stück des Cirque du Soleil, in der ich mich auf der Bühne mit den Darstellern befand. Während die Akrobaten über mich hinweg performten, konnte ich hinter mir erkennen, dass sonst keiner im Saal war außer mir. Ich fühlte mich in diesem Zeitpunkt tatsächlich in den Raum versetzt und war entzückt über die perfekte Sicht auf die Performance.

Mehr als nur eine optische Illusion

Obwohl die Demos keinerlei Interaktivität boten, waren sie durchaus interessant zu erleben. Ich war zwar kurze Zeit enttäuscht, dass ich nicht Thors Hammer greifen konnte, wurde aber durch den über mich hinweg fliegenden Iron Man wieder ermuntert. Spätestens bei der Theaterszene war ich vom Nutzen der VR-Technologie überzeugt. Man bekommt das Gefühl, live dabei zu sein statt nur auf einem Bildschirm zuzuschauen. In Zukunft kann zum Beispiel Kinogängern oder Gamern ein komplett neues Erlebnis geboten werden, das die heutige 3D Technolgie niemals hinbekommen wird. Lediglich der Fakt, dass man mit der Brille ein wenig bescheuert und wie aus einer anderen Welt aussieht, ist ein Kontra Punkt.

Ein netter Aspekt, den es noch zu erwähnen gilt, ist die Gear 360 Kamera. Diese ermöglicht jedem Nutzer, selber Gear VR fähige Szenen einzufangen, und diese mit Freunden und Verwandten zu teilen.

Die VR-Brille kostet aktuell im Einzelhandel 99 €. Wer aber vor hat, das neue Samsung Galaxy S7 oder S7 Edge zu bestellen, sollte dies schnell über Samsung tun, denn dann gibt es die Brille kostenlos oben drauf. Definitiv eine Überlegung wert!

Foto: Pras Viedegeek

Richard Wiswesser

In München geboren und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Action Adventure Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es, die Zeit zu kontrollieren.

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