Zum seinem Abschied aus München hat uns Ary in eines seiner liebsten persischen Restaurants Shandiz am Stiglmaierplatz eingeladen. Die Gelegenheit haben wir natürlich genutzt, um das Restaurant ausführlich für Dich zu testen.

Das Shandiz liegt direkt am südlichen U-Bahn Ausgang Stiglmaierplatz und ist damit natürlich sehr gut mit der U2 zu erreichen. Fast direkt nebenan ist übrigens ein weiterer Perser namens Dehbaschi, den wir für Dich schon vor einiger Zeit getestet haben. Wer einen Vergleich sucht, sollte sich das Review unbedingt auch durchlesen.

Ein abenteuerliches Getränk zum Beginn

Die Einrichtung des Shandiz
Die Einrichtung des Shandiz

Das Shandiz ist relativ typisch, aber auch etwas spartanisch eingerichtet/dekoriert und auch nicht wirklich groß. Eine Reservierung scheint in jedem Falle sinnvoll zu sein. Bei gutem Wetter gibt es auch einige Plätze draußen direkt vor dem Lokal zu finden. Da wir eine etwas größere Gruppe waren, bekamen wir den größten Tisch direkt am Fenster zugewiesen.

Zu Beginn bestellten wir zunächst einen sehr typischen (alkoholfreien) Cocktail namens „Sharbat“. Dies ist ein Erfrischungsgetränk mit Safran, Limettensaft und Achtung: Basilikum-Samen. Schmeckt etwas abenteuerlich, vor allem da man bei jedem Zug am Strohhalm die Samen mit nach oben zieht – Bubble Tee lässt grüßen – ist aber tatsächlich sehr lecker und auch erfrischend. Dann ging es erstmal auf die Suche nach dem richtigen Essen. Die Karte ist sehr liebevoll gestaltet und der etwas längere Text am Anfang definitiv lesenswert, wenn man etwas mehr über das Essen wissen möchte, das man gleich serviert bekommt.

Es gibt eine kleine Auswahl an orientalischen Vorspeisen wie zum Beispiel Hommos (Kichererbsenpüree mit Sesamöl) oder Falafel. Außerdem gibt es noch verschiedene Häppchen und natürlich Salate und Suppen. Damit kommen wir aber auch schon zu den Hauptspeisen – die fast alle mit dem Wort Kabab beginnen und hauptsächlich aus verschieden eingelegten Fleischsorten mit Reis als Beilage bestehen. Die Gerichte werden alle auf dem Grill zubereitet. Etwas ungewohnt ist es, dass zum Essen in der Regel keine Soße serviert wird. Zum Reis isst man lediglich etwas Butter und wer es mag, streut sich das rote Pulver darüber, dass auf jedem Tisch steht. Für jene, die auf die Sauce nicht verzichten können, gibt es allerdings auch zwei Gerichte mit Soße als Alternative.

Perser mögen Fleisch

Es ist angerichtet
Es ist angerichtet

Für alle Vegetarier unter uns gibt es aber natürlich auch das ein oder andere vegetarische Gericht zu bestellen. Abgerundet wird die Karte durch einige Desserts wie zum Beispiel Safraneis oder persische Datteln. Die meisten von uns haben sich letztlich für eine Sorte des Kabab entschieden. Michael und ich haben uns als Vorspeise noch eine Portion Falafel bestellt. Dazu wurden als Fingerfood noch Teller mit Peperoni, Oliven und Zwiebeln sowie Naan-Brot gereicht.

Die Falafel haben mich persönlich ein wenig enttäuscht, da habe ich schon bessere gegessen. Besser fand ich eben erwähnte gemischte Vorspeisenteller und das Brot, für die wir übrigens nichts bezahlen mussten. Sehr löblich. Dann kamen relativ zügig schon die Hauptgerichte. Optisch sehr ansprechend und auch geschmacklich war insbesondere das Fleisch sehr lecker. Die Spieße waren nicht zu lange auf dem Grill, damit noch sehr zart aber trotzdem außen schön bräunlich. Der Reis war Durchschnitt, vielleicht auch weil dann doch die Soße etwas gefehlt hat. Mit der Butter konnte ich mich nur so halb anfreunden.

Zum Abschluss noch ein wenig Zucker

Naja, eigentlich gab es einen schwarzen Tee welchen man ganz traditionell mit Zuckerwürfeln trinkt. Man nimmt sich einen Würfel, taucht eine Ecke kurz in den heißen Tee und nimmt den Würfel dann sofort in den Mund, ohne ihn zu kauen oder zu lutschen. Darauf trinkt man dann den Tee, welcher den Zucker dann langsam löst. Klingt gar nicht so schwer, hat aber bei mir irgendwie nicht so funktioniert. Deswegen habe ich den Zucker ganz klassisch einfach in den Tee gerührt. War dann auch nicht so schlecht.

Mehr gibt es über diesen Abend auch gar nicht zu berichten. Am Wichtigsten bei einem Restaurant ist ja immer, dass man wiederkommen würde. Das werde ich sicherlich tun – allerdings nicht bevor ich noch andere persische Restaurants getestet habe. Das Essen war gut aber nicht wirklich überraschend, wie zum Beispiel der Cocktail zu Beginn. Das Ambiente war absolut okay, aber eben auch nicht wirklich besonders. Ich bin gespannt, was die anderen Perser der Stadt im Vergleich zu Shandiz so bieten können.

Marcel Heil

Gebürtiger Pfälzer (der beste Wein..) und nun Wahl-Bayer (das beste Bier...) . Ich bin am liebsten im kreativen Bereich unterwegs - Fotos machen und Videos drehen sind die Dinge, die mir am meisten Spaß machen und mich am meisten motivieren. In meinem realen Leben entwickele ich Software - das hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht gedacht - aber es macht mir Spaß! Wenn ich mal nicht mit eyeslovetosee oder meiner Arbeit beschäftigt bin, findest du mich entweder im Fitnessstudio oder vor dem Fernseher zu Netflix oder Fussball.

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