Barcelona, die zweitgrößte Stadt Spaniens und Hauptstadt Kataloniens, verbindet mit mehr als 1,6 Millionen Einwohnern Großstadtflair mit dem entspannten Lebensgefühl der Spanier. Von Gaudis Werken, über die kleinen Tapas Bars und Läden, bis hin zum langen Stadtstrand ist hier für jeden etwas dabei.

Ab in die Stadt

Letzte Woche hatten meine Freundin und ich das Glück für sechs Tage die Stadt zu erkunden. Wir sind von München mit Iberia nach Barcelona zum Flughafen Barcelona El-Prat geflogen. Dieser liegt ca. 30 Autominuten von der Innenstadt entfernt. Das Unternehmen Aerobus bringt dich für 5,90€ super komfortabel alle 5 Minuten von beiden Terminals in die Innenstadt bis zum Placa Catalunya, direkt an den Ramblas. Je nachdem wo du übernachtest, kannst du von hier aus los maschieren oder mit der U-Bahn weiter fahren.

Eine bessere Alternative zur U-Bahn?

Eine Einzelfahrt mit der U-Bahn ist relativ teuer, allerdings gibt es eine 10er Karte für 10€, dabei musst du nur einmal pro Fahrt stempeln, was einen Gesamtpreis von einem Euro pro Fahrt entspricht. (Alle die mitgerechnet haben, dürfen sich einmal auf die Schulter klopfen!)  Ein großer Vorteil dabei ist, die Karte kann zu mehreren genutzt werden! Einfach pro Person stempeln. Das U-Bahn Netzt ist mehr als einfach gestaltet und bringt dich schnell von A nach B .

Viel schöner als U-Bahn fahren, ist allerdings Radeln! Die Stadt ist optimal ausgestattet mit Fahrradwegen, was das Fahren sehr angenehm und einfach macht. Fahrräder gibt’s ab 6€/Tag abhängig vom Fahrradverleih. Worauf du allerdings achten solltest, ist, dass dein Fahrrad immer bestens abgeschlossen ist und, dass der Verleih dir ein gutes Schloss mitgibt.

Barcelona Travel Guide

Noch verbreiteter als Radeln ist das Skaten. Jeder Zweite kommt dir auf seinem Skateboard entgegen, spontane Inlinergruppen fahren durch die Stadt und die kleinen Kiddies üben ihre ersten Schritte auf Rollschuhen. Wenn du noch kein Skateboard hast, ist dies der optimale Ort um dir eins zuzulegen. Pennyboards gibt es in jedem kleinen Laden für wenig Geld. Die sind klein, leicht und super schnell. Und glaub mir, spätestens, wenn du in der Sonne die Strandpromenade lang skatest, möchtest du nie wieder nach Hause!

Tag 1: Einziehen, Schlendern, Tapas

Nach der Ankunft am Flughafen sind wir mit dem Aerobus in die Stadt gefahren zum Placa Catalunya, von dort aus ging es zu Fuß in unser AirBnB Apartment im Viertel “El Raval”. Das Apartment bestand aus einem Zimmer mit Bett, Couch, Kleiderschrank, Esstisch, kleiner Küchenzeile und winzigem Bad. Perfekt ausgestattet für uns zwei. Das Highlight der Wohnung war die Dachterasse im 5. Stock. Von hier hatten wir einen Blick über die Dächer der Stadt und konnten Abends den Sonnenuntergang mit einem kalten Drink genießen.

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Danach sind wir ein bisschen planlos durch die Stadt getigert und haben uns einen ersten Eindruck verschafft. Vor dem Abendessen ging es hoch auf die Dachterrasse mit einem kühlen Bier bevor wir uns etwas aufgehübscht haben für das Essen in der “Caramba” Tapas Bar.

Vom Ambiente war es etwas ruhiger, Restaurant mäßiger. Das Essen war grandios und der Wein fließ in Strömen. Diese Bar ist optimal, wenn du ein etwas gediegeneres Ziel suchst und vor allem günstig Essen und Trinken möchtest. (Flasche Wein für 5€!?)

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Tag 2: Cruisen

Um einen besseren Eindruck von der Stadt zu bekommen haben wir uns zwei hübsche, pinke Fahrräder bei ToubaBikes geliehen. Die Fahrräder haben 7€ für 24 Stunden gekostet, was definitiv ein fairer Preis für die Stadt ist. Bitte beachte, wenn du dir ein Fahrrad leihst musst du Pfand hinterlegen, das du danach wieder bekommst (in unserem Fall 50€/Rad).

Mercado de la Boquera aka. Schlaraffenland

Unsere Radeltour hat uns erst zum Mercado de la Boqueria geführt. Dieser Markt liegt im Herzen Barcelonas und direkt an den Ramblas. Hier findest du alles was du zum Leben brauchst. Frisches Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch, Brot aber auch viele kleine Tapas Stände. Nimm dir ordentlich Zeit durch die kleinen Gassen zu schlendern und Probier so viel du kannst. Nach ein paar Tapas und einem frischen Saft bist du für alles vorbereitet.

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Besonders nett ist es hier ganz früh morgens. Um 8.00 Uhr macht der Markt auf und ist fast leer. Frühstücken kannst du hier optimal mit einem Espresso und Croissant – für die hart gesonnenen oder Katermenschen gibt’s aber auch morgens schon Tapas.

Stadtkultur

Danach ging es weiter ins Barrio Gotico, das gotische Viertel Barcelonas geführt. Um ehrlich zu sein, sind wir etwas planlos durch die Gegend gefahren, das hat uns bei unseren letzten Urlauben auch schon immer zu den schönsten Orten geführt. An der Kathedrale von Barcelona war dann der erste Stop. Hier ist der Eintritt vormittags und nachmittags kostenfrei. Da wir außerhalb dieser Zeiten dort waren, haben wir sie nur von außen betrachtet, was sich auch schon sehr lohnt.

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Sommer, Sonne, Sonnenschein

Von dort aus gings weiter zum Strand. Der Stadtstrand Barcelonas liegt im Viertel Barcelonetta und ist zu Fuß von der gleichnamigen U-Bahn Haltestelle in zehn Minuten zu erreichen. Da der Strand aber sehr zentral ist, kannst du von den Ramblas auch in einer halben Stunde vor laufen.
Dabei geht’s runter zum Hafen, die Promenade entlang bis vor zum Sand. Nicht erschrecken, bei gutem Wetter wird es hier sehr voll! Strandverkäufer verkaufen “Mojito Fresh”, “Massage”, und “Blanket, You Need Blanket”. Wer es gerne trübselig mag, ist hier am richtigen Ort. Wenn du aber etwas ruhiger die Sonne genießen möchtest, kannst du einfach die lange Strandpromenade vorlaufen. Je weiter du gehst desto ruhiger wird’s. Am meisten Spaß macht die Strecke mit dem Fahrrad! Du kommst zügig voran und der kühle Fahrtwind ist an heißen Tagen mehr als angenehm.

Nachdem wir uns ausgiebig in der Sonne gebadet haben, und die Strandpromenade vorgefahren sind, ging es zurück auf den Markt. Mit ca. einem Kilo frischen Fisch bepackt ging es zurück nach Hause zum Abendessen kochen.

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Tag 3+4+5 und meine Restaurant und Shopping Tips folgen in Teil 2.

Was ist dein Lieblings To-Do in Barcelona?

Jule Haug

Besonders qualifiziert bin ich als professionelle Tagträumerin, immer unterwegs zwischen Uni und Arbeit (oder meistens im Café dazwischen). Die Beziehung zu meiner Kaffeemaschine ist sehr innig. Meine Lieblingsfarbe ist Glitzer und meine Superkraft ist Tollpatschigkeit.
Über Reisen, Essen, Kunst und Kultur wirst du von mir am meisten finden.

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