Egal, wie schnell wir uns weiterentwickeln – manche uralte Erfindungen begleiten uns in der Entwicklung durchweg und werden oftmals auch neu erfunden. Das beste Beispiel hierfür ist das gute alte Fahrrad. Eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel spielt in unserer digitalen Umgebung wieder eine immer wichtigere Rolle. So auch für „DBike“ – dem Kurierdienst von morgen.

Erst kürzlich berichteten wir vom neuen Lieferdienst für Essen „Foodora“, der Bestellungen hauptsächlich mit dem Fahrrad liefert. Auf den ersten Blick könnte das als altmodisch abgestempelt werden, doch durch die Vernetzung und Organisation hat sich das Fahrrad speziell für Foodora als schnellste und kostengünstigste Methode erwiesen. Und bei 30 Minuten durchschnittlicher Wartezeit erfreut dies auch die heutzutage so ungeduldige Kundschaft.

Fahrradkuriere von morgen

Nun rückt das Start-Up „DBike“ ins Licht. Die Gründer des Unternehmens sprechen von einer neuen Ära der urbanen Mobilität und Logistik – und das nicht zu unrecht. Vom Prinzip her ist die Idee einfach: eine Community formen, die es ermöglicht Dienstleistungen möglichst schnell und effizient durchzuführen. Im Detail schaut es dann so aus, dass ein Netzwerk an Fahrradfahrern aufgebaut wird, die innerhalb eines bestimmten Umkreises auf Abruf bereitstehen und dann jederzeit einsetzbar sind.

Die neue Ära der urbanen Mobilität und Logistik

„DBike“ möchte mit dieser Dienstleistung jetzt nun auch in Deutschland durchstarten, nachdem sich das Konzept in den USA etabliert hat und bereits Gang und Gebe ist. Dort bekommt es das Unternehmen unter anderem mit „Postmates“ zu tun, einer der größten Konkurrenten auf dem Markt.

Die Einsatzmöglichkeiten sind zahlreich

Manch einer wird sich denken: „Fahrradkuriere gibt es doch schon lange!“. Das stimmt, denn Pakete werden schon seit Jahren auf dem Fahrrad transportiert. Der Unterschied ist jedoch, dass die klassischen Anbieter keine einfachen Lösungen für Privatpersonen anbieten und somit hauptsächlich von B2B geprägt sind.

Eine Liefermethode für Regionen mit hohem Verkehrsaufkommen

Die Methode der Lieferung von „DBike“ wird besonders in großen Städten zum Einsatz kommen, wo das Autofahren zu viel Zeit und Kosten in Anspruch nimmt. So können eine Vielzahl von Kunden – von mittelständischen Unternehmen bis hin zu Privatpersonen – schnell und günstig sämtliche Sachen verschicken. In Zeiten, in denen von „Same-Day-Delivery“ gesprochen wird, ist das ganz klar ein Zeichen dafür, dass das Fahrrad seinen Nutzwert nicht verloren hat. Und, wie es sich für ein digitales Unternehmen in 2015 gehört, gibt es „DBike“ auch als App, was die Vernetzung zwischen dem Dienstleister und dem Kunden deutlich vereinfacht.

Für welche genauen Zwecke wir DBike schließlich nutzen werden bleibt noch abzuwarten, jedoch bin ich mir sicher, dass wir von eyeslovetosee schon bald den Service in Anspruch nehmen werden, statt selbst kreuz und quer durch die Stadt zu fahren.

Foto: DBike

Richard Wiswesser

In München geboren und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Action Adventure Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es, die Zeit zu kontrollieren.

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