Soziale Netzwerke gibt es mittlerweile für jeden Bereich: Für private Angelegenheiten Facebook oder Snapchat, für geschäftliche Kontakte LinkedIn oder Xing und auch für Grafikdesigner gibt es sie. Die bekanntesten Designer Netzwerke sind Dribbble und Behance. Doch wo liegen die Unterschiede?

Ich bin selbst Webdeveloper und oft auf der Suche nach Inspirationen für neue Designentwürfe. Dafür bieten sich die sozialen Netzwerke für Designer sehr gut an.

Startseite von pinterest.com
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Hier findest du garantiert Inspiration!

Das wahrscheinlich bekannteste Designer Netzwerk ist Pinterest. Theoretisch lassen sich hier alle Bilder, die man im Internet findet, “pinnen”. Das bedeutet, man speichert sie in einer Sammlung auf Pinterest ab. Die große Verbreitung hat die Plattform dadurch erreicht, dass sie sich nicht auf ein Thema beschränkt hat. Mode, Do-It-Yourself, Webdesign und Printmedien sind hier vertreten und begeistern damit über 100 Mio. angemeldete Nutzer.

Startseite von dribbble.com
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Wenn es etwas spezieller sein soll…

…solltest du Dribbble und Behance kennen! Diese Netzwerke werden zwar von deutlich weniger Nutzern – etwa 500.000 bei Dribbble und etwa 5 Mio. bei Behance – aktiv genutzt, doch dafür findet man hauptsächlich die Projekte von professionellen Designern. Diese können dort ihre Projekte anlegen und ebenfalls andere Projekte in eigenen Sammlungen speichern. Der größte Unterschied etwa zu Pinterest ist, dass alle Bilder immer innerhalb des Netzwerks bleiben. Außerdem bieten Dribbble und Behance die Möglichkeit an, seine Designdienste anderen anzubieten. Auch große Unternehmen schauen sich hier um, was die Designer anspornt, ein besonders ausdrucksstarkes Profil anzulegen. So können vor allem selbstständige Designer auf sich aufmerksam machen und Aufträge an Land ziehen.

Dribbble hat eine große Besonderheit: Anmelden und andere Projekte anschauen und speichern kann jeder, doch eigene Designs hochladen geht nur mit einer Einleitung eines anderen vollwertigen Mitglieds. Jene werden hier „Player“ genannt, die andere talentierte Designer „draften“ können. Die Einladungen sind stark limitiert, was dem Netzwerk eine hohe Exklusivität verschafft.

Der Start fällt also über Behance deutlich leichter, doch es gibt in Sachen Funktionalität nicht wirklich ein Ausschlusskriterium zwischen den beiden großen Plattformen. Die größere Community auf Behance bietet den Vorteil, über Projekte mit größerer Vielfalt zu verfügen. Hier findet man nicht nur Webdesign oder Softwaredesign, sondern auch Printmedien und teilweise sogar innenarchitektonische Konzepte. Auf Dribbble haben sich eher UX-Konzepte, also Benutzeroberflächen, wie z.B. Apps, etabliert. Durch die sorgfältig eingeladenen Designer schwören einige Kreavitive auf diese Plattform.

Das Behance-Profil von Max Graf
Das Behance-Profil von Max

Ich habe vor kurzem selbst ein Portfolio auf Behance eingerichtet und würde mich freuen, wenn Du mal vorbei schaust und Feedback da lässt. Zunächst habe ich nur die Designentwürfe zur Android App TRAVeL und meinen ersten Entwurf für mein neuen Online Portfolio veröffentlicht. In Zukunft werde ich dieses Profil weiter pflegen und erweitern.

>> Behance-Portfolio von Max

Max Graf

Ich arbeite als UX Designer im Smart Home Bereich und genieße es meine Freizeit zum Schreiben von Artikeln und Produzieren von Videos besonderer Erlebnissen zu nutzen. Meine Interessen liegen vor allem in neuer Technologie, Design und Start-Ups. Außerdem liebe ich es zu reisen!

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