Madrid – die Stadt, die niemals schläft. So nennen sie zumindest unsere Freunde von der iberischen Halbinsel. Die spanische Hauptstadt hat tatsächlich viel zu bieten – was ich so in meinen dreieinhalb Tagen dort erlebt habe, siehst und erfährst Du in meiner Serie. Heute: Ankunft und erste Erkundungstour.

Tag 1 – Madrid oder einmal um die halbe Welt

..so hat es sich zumindest in meinen Beinen angefühlt. Am späten Vormittag machte ich mich auf zum Flughafen München, um meine Reise anzutreten. Zum ersten Mal war die spanische Fluggesellschaft „Iberia“ meine Wahl, welche beim Thema „Modernität“ definitiv noch zulegen kann. Eine intuitive App sowie Wallet Anbindung waren anscheinend zu teuer oder hat man komplett vergessen. Der Flug aber war sehr entspannt und ich hatte auch überraschend viel Beinfreiheit, fast schon Business Class like.

Terminal T4
Terminal T4

In Madrid gelandet erstmal „Wow“! Was ein riesiger Flughafen. Und architektonisch ein absolutes Highlight. Da könnte ich ein paar Stunden nur mit herumschauen verbringen (was ich dann am Abreisetag auch machte). Ärgerlich war für mich der katastrophale WiFi-Service. Will man kostenlos surfen, funktionieren die Login-Formulare nicht (getestet an Mac und iPhone) – bezahlt man dafür, funktioniert alles super. Meiner Meinung nach sollte es heutzutage selbstverständlich sein, für Reisende kostenloses und stabiles sowie schnelles WLAN anzubieten. Das ist in Spanien allerdings noch nicht angekommen – auf dem Flughafen in Palma ist der Zustand ähnlich.

Eine tolle Erfahrung war der kostenlose Service des Hotels, dem Nuevo Boston Madrid, einen Transfer von und zum Flughafen anzubieten. Man muss dazu sagen, dass es sich auch um ein vier Sterne Hotel handelt, dass natürlich auch einen gewissen Standard haben muss. Aber das gibt es trotzdem nicht überall. Das Hotel ist super modern und neu, meine Freundin und ich waren wirklich sehr zufrieden mit unserem Aufenthalt dort. Es bot am Wochenende sogar einen eigenen Shuttle-Service vom Hotel zur Innenstadt und wieder zurück an, was uns sehr entgegenkam, da wir vornehmlich die Stadt erkunden wollten. Insgesamt sehr zu empfehlen, wenn Du mal nach Madrid reisen möchtest und nicht gerade im günstigsten Hostel übernachten willst.

Puerta de Alcalá
Puerta de Alcalá

Der bereits erwähnte Shuttle lieferte uns dann am späten Samstag Nachmittag an der „Puerto de Alcalá“ ab, einem großen Tor im Zentrum der Stadt, direkt beim großen Park „Retiro“. Der perfekte Ausgangspunkt zum erkunden der ganzen Sehenswürdigkeiten. Wir brauchten nach den ganzen Reisestrapazen erst einmal einen Kaffee, da traf es sich gut dass ein paar Meter weiter ein nettes Café names „faborit“ lag. Nachdem wir uns etwas gestärkt hatten, ging es dann los mit dem Sightseeing. Gleich unter der Puerto de Alcala liegt der „Cibeles“, ein großer Brunnen mit einem noch größeren Kreisel drumherum – absolutes Verkehrschaos. Der ein oder andere Fussballfan kennt den Brunnen vielleicht von Siegesfeiern der Real Madrid Fans.

Das Cafe „Faborit“

Daran anknüpfend beginnt die „Gran Via“, wie der Name eigentlich schon bestätigt die Haupt(Einkaufs-)straße Madrids. Hier findet man viele große Läden namhafter Marken wie Primark, Nike, Adidas und Co. Gerade erstere (bei mir eher weniger beliebte) Marke hat einen wahnsinnigen Store dahingestellt. Über fünf Etagen kann man dort günstig Mode und allerlei Accessoires und noch viel mehr shoppen. Aber auch wenn man, so wie wir, nicht wirklich etwas kaufen möchte, sollte man unbedingt hinein schauen. Die Architektur ist echt gelungen.

Palacio Real de Madrid
Palacio Real de Madrid

Weiter auf der Gran Via kommt man dann zum „Plaza de España“, dem von einigen Hochhäusern umgebenen Platz mit einem Denkmal und einer schönen Gartenanlage. Ein paar Fotos weiter waren wir dann auch schon auf dem Weg zum Königspalast, dem „Palacio de Real de Madrid“. Nein, das ist nicht der Hauptsitz vom Präsidenten Real Madrids, sondern vom spanischen König. Den haben wir allerdings leider nicht getroffen, dafür haben wir ein paar Selfies geschossen und den riesigen Palast von allen Seiten bewundert. Diesen kann man nicht nur der Größe wegen, sondern auch architektonisch mit dem Buckingham Palace in London vergleichen.

Die nächste Etappe führte uns über die „Calle Mayor“ zum „Plaza Mayor“, einem für Spanische Städte sehr typischen Hauptplatz im Zentrum der Stadt. Um eine riesige Freifläche herum reihen sich sorgsam aneinander gebaute, etwa gleich hohe Gebäude. Das ist wirklich nett anzuschauen, aber ehrlich gesagt auch nicht mehr. In den Gebäuden sind viele Restaurants untergebracht, die einem im vorbeilaufen umwerben – aufgrund der happigen Preise und einem sportlichen Highlight am Abend haben wir uns dann aber doch entschieden, später woanders einzukehren.

Plaza Mayor de Madrid
Plaza Mayor de Madrid

Vom Plaza Mayor ist es nicht weit bis zur Puerta del Sol – dem (für mich und vielen anderen) wahren Zentrum Madrids. Das ist ein riesiger, eher länglicher Platz von welchem aus viele kleinere Einkaufsstraßen sowie kleine Gassen mit Bars und Restaurants abgehen. Auch für Demonstrationen anscheinend ein geeigneter Ort, denn gerade als wir ankamen war eine größere Gruppe politischer Aktivisten aufzufinden. „Dann schreit halt“ dachten wir uns und gingen erstmal weiter zum Apple Store, welcher an einem Ende des Platzes hervorragte. Passend zum Namen des Platzes und zur Abendsonne schien diese auch wunderschön das Gebäude an und in es hinein. Der Store ist wirklich groß, viel größer als in München und am Wochenende auch sehr stark frequentiert. Außerdem hat er wie viele Apple Stores eine tolle Architektur zu bieten und lädt zur kostenlosen WiFi-Nutzung ein (ja genau liebe Flughäfen, eine Scheibe davon bitte abschneiden).

Der Apple Store an der Puerta del Sol
Der Apple Store an der Puerta del Sol

Da es mittlerweile schon 20 Uhr war, machten wir uns auf die späte Suche nach einer geeigneten Bar, um das „El Clasico“ zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid zu schauen. Schade das es nicht in Madrid stattfand, sondern in der katalanischen Metropole. Nichtsdestotrotz ein besonderes Ereignis, welches ganz Madrid elektrisierte. Man konnte überall Fussballfans herumlaufen sehen – neben den vielen Madrid Fans aber auch überraschend viele mit Barcelona Trikot. Mit etwas Geschick fanden wir sogar noch einen guten Platz in einer kleineren Bar, von dem wir dann das Spiel schauen konnten. Wie es der Zufall so wollte, gewann Madrid das Spiel knapp, was natürlich eine gute und positive Stimmung erzeugte.

Nach dem Spiel ging es wieder zurück zur Puerta del Sol, um ein wenig die abendliche Stimmung einzufangen. Auf dem Platz konnte man viele Unterhalter antreffen, so zum Beispiel drei Jungs die auf dem grauen Beton der Puerta akrobatische Raffinessen zeigten und den ein oder anderen Tanz aufführten. Ich glaube, dass wir da, wie viele andere auch, mindestens eine halbe Stunde zugeschaut haben weil es so gut war.

Wir liefen noch einmal durch die Gassen und dann zurück zur Puerta de Alcala, wo uns der Shuttle kurz nach Mitternacht wieder abholte. Nach einem anstrengenden und mit vielen Eindrücken gepaarten Tag fielen wir dann ziemlich müde ins Bett.

Es folgt bald: Tag 2&3 – Kunst, Fussball und eine ausgedehnte Shoppingtour

Marcel Heil

Gebürtiger Pfälzer (der beste Wein..) und nun Wahl-Bayer (das beste Bier...) . Ich bin am liebsten im kreativen Bereich unterwegs - Fotos machen und Videos drehen sind die Dinge, die mir am meisten Spaß machen und mich am meisten motivieren. In meinem realen Leben entwickele ich Software - das hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht gedacht - aber es macht mir Spaß! Wenn ich mal nicht mit eyeslovetosee oder meiner Arbeit beschäftigt bin, findest du mich entweder im Fitnessstudio oder vor dem Fernseher zu Netflix oder Fussball.

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