Sie sind jung, leben in Köln, sind zusammen aufgewachsen, haben vor knapp vier Jahren beschlossen eine Band zu gründen und schreiben heute Songs darüber, wie sie das Leben und die Liebe zerreißt, ratlos macht und beflügelt. AnnenMayKantereit haben sich mit ihren Konzerten von den Straßen Kölns in ausverkaufte Clubs in ganz Deutschland gespielt.

Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit sind zusammen eine Band, die keine Barrieren zwischen ihrer Musik und ihren Zuhörern möchte – keine aufgeblasene Produktion, keine großartigen Korrekturen am Computer, keine Ironie und keine überzogene Promo für ihre LP. May singt, was er empfindet. Von Liebe, Abschieden, dem Älterwerden, von all dem, was so ein Leben ausmacht. Unverfälscht soll ihre Kunst sein, so authentisch, wie Musik nur sein kann. Sie selbst nennen ihre Musik „handgemacht“. Das klingt zwar recht unbedarft, denn schließlich werden Synthesizer und Computer auch nicht mit der Nase bedient. Trotzdem ist klar, was sie meinen: Ihre Musik ist nicht perfekt, sie hat Macken und Charakter und soll unmittelbarer Ausdruck ihrer Persönlichkeit sein.

Es ist diese Stimme, die einen aufhorchen und in der Melodie versinken lässt. Sie klingt nach Whiskey und Unmengen von Zigaretten – einem Menschen der viele Erfahrungen gesammelt und Narben davon getragen hat. Nach einem Leben an jener Theken, an der die Gebeutelten gegen die Macht des Schicksals antrinken, und das wahrscheinlich jede Nacht. Wer diese Stimme zum ersten Mal in einem Konzert hört, der rechnet, logischer Weise, mit einem Sänger, der auch irgendwie so aussieht. Doch am Mikrofon steht nicht etwa ein „Joe Cocker“ mit zerfurchtem Gesicht, sondern ein schmächtiger junger Mann Anfang 20. Genau das ist es, was uns von Eyeslovetosee so an diesen drei herausragenden Künstlern fasziniert, beeindruckt und zu Fans werden ließ.

Wer beispielsweise nachdem hören des Liedes „Oft gefragt“ das beklemmende und dringliche Gefühl bekommt, seinen Eltern mal wieder viel zu lange nicht gesagt zu haben, dass man sie von Herzen liebt und schätzt oder sich sogar ein, zwei Tränen verdrücken muss, der hat verstanden, was diese jungen Herren für eine Message transportieren und welche Gefühle man durch Musik entstehen lassen kann.

Die anstehende Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz startet Anfang Februar 2016 und ist bis auf wenige Konzerte jetzt schon restlos ausverkauft. Im Gepäck haben sie ihre aktuelle EP „Wird Schon Irgendwie Gehen“ und auch schon ein paar Lieder die ein „erstes“ Album in Aussicht stellen. Von unserer Seite auf jeden Fall eine ganz klare Konzert- und Hör-Empfehlung. Diese drei zwanzig jährigen Burschen muss man definitiv im Auge behalten und wenn sie sich trotz Platten-Deal bei Universal, den sie im Herbst 2015 unterzeichnet haben, treu bleiben können, hören und sehen wir sicherlich in Zukunft noch viel grossartiges von ihnen – wir sind sehr gespannt!

 

Oliver Haarmann

Ich studiere Wirtschaftspsychologie und in mir steckt ein kleiner Sherlock, denn gute Psychothriller gehören zu mir wie das Ginger Beer in den Stoli, was mich auch gleich zu meinem Lieblings-Drink führt. Wenn ich nicht gerade arbeite, wird immer ausgiebig gekocht, die neusten Netflix-Produktionen geschaut oder im englischen Garten eine Runde gekickt. Sobald es das Budget zulässt, wird die nächste Reise geplant, am liebsten in sonnige Länder, denn ich bin ein absoluter Sommermensch. Meine große Liebe gilt außerdem der Musik. Teilt euer Feedback gerne auf Instagram @WEEZYXXII mit mir.

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