Seit einigen Wochen stehen unsere Töpfe nur noch im Wandschrank statt auf dem Herd. Mit dem neuen Premium Lieferservice Foodora ist das Kochen für uns überflüssig geworden, denn unsere Lieblingsrestaurants liefern jetzt.

Das noch relativ junge Unternehmen, das erst im April durch die Übernahme von der Startup-Schmiede Rocket Internet aus dem Münchner Restaurant-Logistik Unternehmen Volo entstanden ist, expandiert gerade stark in Deutschland. In sechs Städten, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Berlin, kann man den Lieferservice bisher nutzen, und weitere werden bald folgen.

Um die Ideen hinter Foodora zu verstehen, genügt ein Blick auf deren Website.

„Dein Lieblingsrestaurant zu dir nach Hause in nur 30 Minuten.“

Um diese Lieferzeit zu verwirklichen, hat sich das Unternehmen ein simples Konzept überlegt. Je nach Standort (PLZ) werden dem Nutzer nur die umliegenden Restaurants angeboten. Die jeweils in der App angegebene Lieferzeit liegt allerdings meistens etwas über den 30 Minuten, bei 30 bis 50 Minuten. In der Praxis verhält es sich ähnlich. Um schneller als 30 Minuten zu sein, benötigt es erstens eine schnelle Zubereitung des Restaurants und zweitens einen Fahrer in unmittelbarer Nähe. Das diese beiden Komponenten zusammenkommen, ist selten. Deshalb kommen die meisten Lieferungen nach einer Halben bis Dreiviertelstunde beim Besteller an. Trotzdem liegt Foodora mit seiner Lieferzeit in einem guten Bereich, denn es gibt kaum schnellere Lieferdienste.

Der Foodora Kurier bringt das Essen mit dem Fahrrad. In Großstädten wie München und Berlin, wo der Verkehr oft zum Stillstand kommt, ist das ein klarer Vorteil gegenüber Lieferdiensten, die auf Autos setzen. Schwierig ist das ganze nur bei schlechtem Wetter, oder wenn wir schon an den nahenden Winter denken – bei Schnee. Da muss sich Foodora sicherlich noch eine Alternative überlegen. Auch wichtig wird der Faktor Kälte, denn auf dem Fahrrad benutzen die Kuriere nicht immer Wärmeboxen, sondern lediglich (recyclebare) Papiertüten. Bisher kam unser Essen immer warm an, doch wenn die Außentemperaturen langsam in die kühleren Regionen sinken, könnte auch das ein Thema werden.

„Nur die besten Restaurants. Liebevoll ausgewählt.“

Das ist der wahre unique selling point von Foodora. Im Angebot sind nur die coolsten und besten Restaurants der Stadt. Unser großes Problem war bis vor kurzem, dass unsere Lieblingsrestaurants einfach keinen Lieferservice hatten, oder wenn nur einen sehr eingeschränkten. Jetzt können wir endlich bequem von zuhause zum Beispiel bei Burger House oder Burrito Company bestellen – ohne Stress per App (iOS und Android) oder über die Website.

Wie schaut das ganze nun preislich aus? Foodora selbst schreibt auf der Website, dass die Preise in der Regel die gleichen sind wie im Restaurant. Allerdings haben wir selbst schon einige Male kleinere Abweichungen feststellen können. In den FAQ schreibt das Unternehmen, dass einige Restaurants die Preise leicht erhöhen um die Provision, die Foodora erhebt, zu decken. Zu den Kosten für das Essen kommt, abhängig von Lage und Restaurant, eine Liefergebühr zwischen 2,50€ und 4,90€. Das ist fair, denn irgendwie müssen die Kuriere ja auch bezahlt werden. Trotzdem kann eine Bestellsumme so schnell über 20€ anwachsen – spätestens dann merkt man, dass es keinphone-right normaler, sondern ein Premium Lieferservice ist.

Der Bestellvorgang selbst ist super einfach. Die App zeigt einem automatisch die gerade verfügbaren Restaurants, man wählt sein Essen aus und zahlt bequem per PayPal oder Kreditkarte. Sobald die Bestellung raus ist, kann man den Bestellverlauf in der App über verschiedene Stationen verfolgen – von der Annahme durch das Restaurant bis zur Auslieferung. Das funktioniert in der Praxis zwar noch nicht immer, macht das ganze für den Nutzer aber insgesamt sehr transparent.

Foodora kann uns insgesamt trotz noch junger Firmengeschichte überzeugen. In der Zukunft gibt es noch einige Herausforderungen, die das Unternehmen lösen muss, aber der Start ist auf jeden Fall schonmal geglückt. Wenn die Auswahl (noch) größer wird, mehr Städte hinzukommen und an der ein oder anderen Schraube gedreht wird, steht einer erfolgreichen Zukunft nichts im Wege.

Weitere Information auf Foodora

Marcel Heil

Gebürtiger Pfälzer (der beste Wein..) und nun Wahl-Bayer (das beste Bier...) . Ich bin am liebsten im kreativen Bereich unterwegs - Fotos machen und Videos drehen sind die Dinge, die mir am meisten Spaß machen und mich am meisten motivieren. In meinem realen Leben entwickele ich Software - das hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht gedacht - aber es macht mir Spaß! Wenn ich mal nicht mit eyeslovetosee oder meiner Arbeit beschäftigt bin, findest du mich entweder im Fitnessstudio oder vor dem Fernseher zu Netflix oder Fussball.

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