Es gibt eigentlich kaum einen schlimmeren Moment, als das Staffelfinale seiner Lieblingsserie. Was macht man denn dann mit der neuen Freizeit? Keine Sorge, wir haben eine neue Serie entdeckt, in die Du dich verlieben wirst! Die Rede ist von Stranger Things, der neuesten Netflix Originals Show. Diese spannende Mystery-Serie vereint Drama, Horror und Humor perfekt mit einem großen Touch Sci-Fi, und ist in Nullkommanichts zu meiner neuen Lieblingsserie aufgestiegen.

Das offizielle Poster von Stranger Things (Quelle: Netflix)
Das offizielle Poster von Stranger Things (Quelle: Netflix)

Stranger Things – der Name ist Programm

Wie der Titel bereits preisgibt, geschehen in der Serie seltsame Dinge. Die Story fängt mitten in den 80ern in der kleinen Stadt Hawkings im amerikanischen Indiana an, wo so gut wie jeder jeden kennt. Es ist ein Abend wie jeder andere, als die vier Teenager Mike, Lucas, Dustin und Will eine gepflegte Runde Dungeons & Drangons beenden. Mit dem Fahrrad unterwegs nach Hause, wird Will jedoch von einem Geräusch im nahegelegenen Wald angelockt, welchem er folgt. Kurze Zeit später passiert es: Will ist spurlos verschwunden!

Das Verschwinden des Jungen erschüttert die sonst so friedliche Kleinstadt und tritt eine Serie von außergewöhnlichen Ereignissen los, die sowohl die Bewohner, die lokale Polizei, als auch geheime Regierungskräfte auf den Plan rufen. Sobald klar wird, dass übernatürliche Kräfte ihre Finger im Spiel haben, beginnt die mysteriöse Aufklärungsjagd nach dem Unbekannten, was die Geheimnisse der Kleinstadt offenlegt. An dieser Stelle möchte ich nicht weiter auf die Story eingehen, um bloß nichts zu spoilern. Wer aber ein paar mehr Einblicke erhaschen möchte, kann sich gerne den Trailer ansehen.

Der perfekte Mix macht die Serie zum Hit

Die Serie verbindet erfolgreich mehrere Genres, um eine süchtig machende Geschichte zu schaffen, die nie ihren Fokus oder ihre Identität verliert. Und bei nur acht Episoden in der ersten Staffel, zeigen die Produzenten-Brüder, Matt und Ross Duffer, eine meisterhafte Kontrolle über ihre Erzählung und die Vermeidung von Füllstoff, der bei anderen Serien so oft zu finden ist. Zudem hat mich das Staffelfinale überrascht, das das Gefühl einer abgeschlossenen Geschichte kreiert, aber noch genug Spielraum für weitere Staffeln übrig lässt. Dieses Gefühl kenne ich in unser „Cliffhanger-verseuchten“ Entertainmentwelt gar nicht mehr. Stranger Things ist einfach so gut, dass es keinen Cliffhanger braucht, um die Zuschauer bei Laune zu halten.

Das eigentliche Argument aber, warum Stranger Things unbedingt angeschaut werden muss, ist sein erstklassiges Ambiente. Denn zum Beispiel werden die 80er Jahre nicht behandelt wie sie tatsächlich waren, sondern wie wir sie in Erinnerung haben – von old-school Klamotten bis hin zu kultigen Kassenrekordern, die „Should I stay or should I go“ abspielen. So wird Stranger Things in eine kultige Welt platziert, die ähnlich wie „Guardians of the Galaxy“ wieder Bock auf vergangene Zeiten machen. Außerdem bedient sich die Serie an vielen erfolgreichen Elementen, die bereits Filme von Steven Spielberg oder Geschichten von Stephen King zu unglaublichen Thrillern gemacht haben. Der Twist ist jedoch, dass Stranger Things diese Elemente in einer unbekannt erfrischenden Art einsetzt und so den Horror/Mystery Genre neu aufleben lässt.

In gewisser Weise haben die Duffer-Brüder es geschafft, eine Serie mit unverwechselbaren Stil zu kreieren, die jedes einzelne Element nahtlos zusammenfügt. Selten habe ich eine Serie gesehen, wo einfach alles fasziniert – sei es der Eröffnungstitel, die Schauspieler, das Drehbuch, oder auch die Musik. Die gesamte erste Staffel von Stranger Things kann aktuell auf Netflix gestreamt werden (mit der Probemitgliedschaft sogar kostenlos)!

 

Foto: Netflix

Richard Wiswesser

In München geboren und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Action Adventure Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es, die Zeit zu kontrollieren.

Alle Beiträge anzeigen