Das Beste aus dem Internet. So zumindest beschreiben sich die Webby Awards, die seit 1997 verliehen werden. Tatsächlich werden bei diesem Event die einschlägigen Momente und Protagonisten aus dem “World Wide Web” gekürt. Und dieses Jahr muss ich ehrlich zugeben – die Highlights und Lowlights polarisieren definitiv!

Webby… WTF?

“The Internet’s highest honor” – The New York Times

Die Webby Awards (auch einfach als Webbys bekannt) sind die führenden internationalen Preiskrönungen für die Gesamtheit der Inhalte des Internets. Die Webbys wurden bereits im Jahre 1996 gegründet, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Hinter den Awards steckt die International Academy of Digital Arts and Sciences (IADAS), ein Konsortium von über 1000 Juroren. Zu den ausgewählten Juroren zählen neben direkten Academy-Mitgliedern auch Web-Experten, ehemalige Webby-Gewinner und verschiedene Größen aus der Web- und Unterhaltungsindustrie – ob das repräsentativ ist oder nicht sei mal dahingestellt. Um dem Volk auch eine Stimme zu geben, gibt es noch den Webby People’s Voice Award, der allein durch das Voting der User vergeben wird.

Wow. So special. Much achievement.

Das Interessanteste aus meiner Sicht ist die Preisverleihung für so genannte “Special Achievements”. Da bei der Verleihung bekanntlich die Gesamtheit der Web-Inhalte berücksichtigt wird, kann man davon ausgehen, dass sehr skurrile Sachen dabei sind. Eine davon ist Kim Kardashian. Ja genau, die Kim, die das Internet mit ihren Nacktfotos gebrochen haben soll. Aufgrund des ganzen Troubles um ihre Person hat sie es aber geschafft – sie hat den Special-Achievement-Award für die Rubrik “Break the Internet” gewonnen. Mit den Worten „nude selfies till I die“ bedankte sie sich provokant für die Auszeichnung.

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Besonders glücklich bin ich über die Ehrung von The Onion, dem US-amerikanischen Pendant zum deutschen Postillon. Die Satire-Könige wurden zurecht mit dem Award für “Lifetime Achivement” geehrt, dem wohl begehrtesten Preis bei egal welcher Preisverleihung. Weniger überraschend waren meiner Meinung nach auch die Awards “Movement of the Year” für Black Lives Matter und “Artist of the Year”, der an Kanye West ging.

One more thing…

Als kleinen Bonus will ich einerseits den überwiztigen Auftritt von Nick Offerman hervorheben, der die Awards wahrlich in einen Comedy-Auftritt verwandelt hat. Bei der Präsentation des “GIF of the Year” kam neben David Bowie auch der wohl meist gehasste “Mensch” der Welt zur Sprache – und Offerman hielt nicht zurück. Es geht natürlich um Donald Trump und seinem “Smug Face”. Die User haben nämlich dieses GIF zum Besten des Jahres gewählt. Perfekte Grundlage also, um sich zu wünschen, dass das der einzige Sieg von Trump bei einem Voting ist.

Die komplette Liste der Sieger findest Du hier. Oder Du schaust Dir die “Featured Moments” der Award-Verleihung an:

Foto: Webby Awards

Richard Wiswesser

In München geboren und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Action Adventure Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es, die Zeit zu kontrollieren.

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