Wie wir vor einigen Wochen schon auf EL2S geteasert haben, sind Jule und ich Anfang März nach Südostasien gereist, um die Kultur, Natur und Schönheit Malaysias und Indonesiens etwas zu erkunden und entdecken. Heute möchte ich von unserer ersten Woche in Malaysia berichten.

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Unser Flug, den wir zu 680€ pro Person über das Portal www.skyscanner.de gebucht haben, ging am Vormittag vom Flughafen München Franz-Josef-Strauss los, mit einem Stopover von ca. 4 Stunden in Dubai. Der Flughafen der größten Stadt der arabischen Emirate ist sehr weitläufig und lädt zum schlendern, schlemmen oder shoppen im Duty Free Bereich ein. Mit reichlich vorhandenen Produkten, von der Shisha für den Hausgebrauch bis zum neuen iPhone, ist für jeden etwas dabei.

Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns in ein italienisch angehauchtes Flughafenrestaurant in der Nähe unserer Gates gesetzt, um dort die vermeintlich letzte Pizza der nächsten drei Wochen zu genießen. Kurz darauf geht es auch schon los, wir nehmen wieder im Flugzeug Platz
und durchsuchen das üppige Multimedia Angebot an Filmen. Musik und Zeitschriften, welches Emirates seinen Passagieren im monatlichen Wechsel bietet, um die Zeit auf dem achtstündigen Weiterflug nach Kuala Lumpur etwas besser überbrücken.

Endlich angekommen!

Wir sind endlich am ersten großen Ziel angekommen, es ist noch früh am Morgen und wir sind sehr erschöpft, jedoch vergessen wir die Strapazen der vergangenen 18 Stunden schnell, als wir zum ersten Mal das Terminal Klia 1 in Kuala Lumpur verlassen, die 35 Grad im Schatten spüren und den ersten Blick auf das Treiben der Ausfahrtsstraße des Flughafens beobachten.
Alles was wir jetzt wollen ist, die ersten Ringgit (1 Euro entspricht ca. 4,5 Ringgit) an einem der vielen ATM Terminals zu holen, um in den Bus Richtung Innenstadt steigen zu können. Grade einmal 2 Euro kostet die Fahrt über ca. 1 1/2 Stunden zur Sentral Station in KL.

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Dort angekommen steigen wir in einen kleinen VW Kombi um, dessen Taxifahrer uns mit einem Lächeln auf den Lippen die ersten Sightseeing Tipps für die riesige Metropole mitgibt.
Er lässt uns wie vereinbart mitten in China Town raus und zeigt uns noch mit Handzeichen in welche der bunten, lauten und belebten Gassen wir abbiegen müssen, um endlich in unserem ersten Hotel auf der Reise einchecken zu können – dem Lantern Hotel Kuala Lumpur.

Gebetet unter Laternen

Das Lantern Hotel KL ist ein unglaublich charmantes, ziemlich neues, sauberes und flächenmäßig überschaubares Hotel mitten im Herzen von China Town.

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Den Namen trägt es aufgrund der überall um das Hotel hängenden Laternen, die eines der Wahrzeichen China Towns darstellen. Die Zimmer sind klein, jedoch ausgestattet mit allem was man so benötigt und durch die Verglasung ins innere Des Gebäudes wirkt alles ziemlich modern und auf gewisse Weise edel. Das wichtigste, die Klimaanlage funktioniert einwandfrei und es ist alles sehr sauber, somit sind wir mit unserer Wahl sehr zufrieden. Der Preis von ca. 25€ für eines der Doppelzimmer erscheint uns für diese Lage auch mehr als fair.

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Kuala Lumpur – Das leckere Essen

Nachdem wir die erste Kokosnuss an einem Straßenstand gelöffelt und uns einen ersten Eindruck über die hiesigen Einkaufsmöglichkeiten verschafft haben, wird es nun Zeit Richtung Little India loszulaufen, um dort das laut TripAdvisor beste indische Straßenrestaurant ganz Kuala Lumpurs zu testen – das Tg`s Nasi Kandar. Für weniger als 4 Euro bekommt man dort einen Teller mit allerlei indischer Köstlichkeiten zusammengestellt, nachdem man sich fragt, warum man sich eigentlich immer wieder dazu hinreißen lässt in Deutschland mehr als 15 Euro für einen der ansässigen Lieferservice zu bezahlen, die einem dann ein schlecht gewürztes und fast kaltes Butter Chícken mit Knoblauch Naan vorsetzten, wenn indisches Essen doch so günstig und vor allem foodporntastisch lecker sein kann. Vollgefuttert und glücklich beschließen wir den ersten Abend gemütlich im Bett unseres Hotelzimmers ausklingen zu lassen, um Kraft für den morgigen Sightseeing Tag durch KL zu tanken.

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Cocktails auf der Bukut Bintag, eine Achterbahn und das nächste Butter Chicken

Um 8 Uhr wachen wir vom klingeln unseres Weckers auf und machen uns voller Tatendrang fertig, um uns auf Erkundungstour zu begeben. Natürlich geht das nicht ohne ein kleines Frühstück, bestehend aus zwei Toasts, Marmelade, frischen Früchten und einem Cappuccino, welches in unserem Zimmerpreis enthalten ist.

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Frisch gestärkt nehmen wir uns vor, zu Fuß den Weg zum Berjaya Times Square zu bestreiten, dem zweitgrößten Einkaufszentrum der ganzen Welt. Kurz vor Öffnung des Einkaufszentrums um 10 Uhr morgens genehmigen wir uns den ersten Smoothie, um die Hitze von fast 40 Grad im Schatten gepaart mit unserem Jetlag etwas besser verkraften zu können. Wir starten los in das gigantisch Gebäude das eine Reizüberflutung inklusive bietet. Wie uns schnell auffällt, halten sich ein Großteil der Ladenbesitzer innen nicht ganz so an die Öffnungszeiten, wie wir das in Europa gewöhnt sind. So machen nach und nach immer mehr kleine Geschäft ihre Rollläden hoch, um den Kunden alles von Lebensmitteln aller Art, bis hin zu originalen wie auch fake Rucksäcken, Shirts und Kleidern, als auch die heiß begehrten Yeezys von Kanye West sind in allen existierenden und nicht existierenden Farben zu haben – für umgerechnet grade einmal 14€. Ob das Herr West wohl weiß und gutheißt!?

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Das Highlight dieses riesigen Betonklotzes ist allerdings die Achterbahn, die sich im 4. Stock befindet, ja ihr lest richtig, eine große Achterbahn mit Looping und anderen Elementen eines kleinen Freizeitparks. Also für was wir nach Rust oder ins Disney Land Preis fahren müssen, geht man in KL einfach ins Einkaufszentrum und lässt die Kids sich austoben, während man um neue Klamotten feilscht.
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Nach etwa drei Stunden des Probieren`s, Umschauen`s und auf und ab Laufens, sind wir fürs Erste ziemlich erledigt und geplättet. Wir entschließen uns weiterzuziehen und machen uns auf den Weg zur Bukit Bintang, einer sehr bekannten Massage-/Einkaufs- und Partymeile in Kuala Lumpur.
Unser Wunsch bei einer gechillten Massage etwas Entspannung und Ruhe zu finden, wird leider dadurch veritelt, dass wir wohl noch zu „deutsch“ denken und uns von den hygienischen Bedingungen der ersten drei Massagestudios eher abgeschreckt statt angezogen fühlen, also Plan B – einen kleinen Cocktail in einer kleinen, nett eingerichteten Bar zu uns zu nehmen und einfach das verrückte Treiben um uns herum auf uns wirken zu lassen.

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Drei Cocktails, einen monsunartigen Regenschauer und gefühlte hundert Fotos von den Eindrücken später, holt uns eine nette chinesische Taxifahrerin ab, die uns netterweise von der Barbetreiben gerufen wurde, um einigermaßen schnell und trocken zurück zum Lantern Hotel zu kommen, damit noch etwas entspannt, gelesen und sich umgezogen werden kann, bevor es zum Abendessen in das nächste als hervorragend angepriesene indische Restaurant zu gehen, dessen Name mir leider entfallen ist, um es kurz zu machen, es war lecker, aber in Punkto Geschmack ist auch noch Luft nach oben. Das Straßenrestaurant mit den Plastikstühlen vom Vortag hat mehr Begeisterungsstürme bei mir ausgelöst. Das Butter Chicken war dennoch delicious und mehr als 8€ pro Kopf für Vorspeise, Hauptspeise und Getränke wurde uns auch hier nicht abgenommen.

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Den Rest des Abends lassen wir beim Flanieren durch die Gassen China Towns ausklingen. Wir machen noch viele Bilder und lassen uns einfach vom Strom an Menschen treiben.
Im Hotel angekommen müssen wir nämlich noch einige wichtige Entscheidungen bezüglich unserer Weiterreise treffen. So viele Möglichkeiten und doch nicht Zeit alles zu sehen. Sechs Tage haben wir noch bis zum Weiterflug nach Bali. Wir lassen unsere iPhones heißlaufen und befragen die App unseres Vertrauens für solche Fälle – „TripAdvisor.com“ für Unternehmungen, „booking.com“ für kommende Hotels und „skyscanner.de“ für eventuell anstehende Inlandsflüge.
Nach einigen Diskussionen, einer gedanklichen Pro- und Kontraliste sind wir uns sicher, wir wollen nach Melakka ca. 200 KM südlich von Kuala Lumpur, einer wunderschönen Hafenstadt, deren „Joker Walk“ zum UNSECO Weltkulturerbe gehört. Selbstverständlich wissen wir, dass es auch in KL noch so vieles zu entdecken gibt, allein schon die weltbekannten Petrona Towers, die höchsten Türme Asiens wollen wir nicht missen, glücklicherweise haben wir aber noch zwei volle Tage vor dem Rückflug nach Deutschland, die wir nutzen können, um noch weiter in diese Stadt abzutauchen.
Das Hotel für die kommende Nacht ist schnell gefunden, was ganz Besonderes, aber dazu mehr im nächsten Artikel.

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Selamat Tinggal Kuala Lumpur, Selamat Siang Melakka!

Nach dem Frühstück packen wir unsere nur teils entleerten Trekkingrucksäcke und checken aus dem Lantern aus. Den Weg zur Kelana Kaya Line, einer Art Hochseilbahn, die über der Metropole verkehrt bestreiten wir zu Fuß und nehmen das Ganze mit der GoPro, die uns Freund und EL2S Kollege Michi netterweise geliehen auf (Video folgt noch). Grade einmal 2€ kostet die Fahrt zum Busbahnhof von KL, wo wir den Bus Richtung Melakka besteigen wollen. Es ist beeindruckend, diese Großstadt wie im Flug an sich vorbeiziehen zu sehen. Nach etwa 20 min. erreichen wir unsere Haltestelle und müssen nun nur noch 5 Minuten bis zum Terminal laufen, an dem uns schon eine nette malaiische junge Dame der Busgesellschaft erwartet. Der Bus kostet uns ca. 8€ und ist fix gebucht. Eine Stunde Wartezeit nehmen wir gerne in Kauf und besorgen uns noch eine Kleinigkeit zum Essen als Wegzehrung. Der Bus ist zum Einstieg bereit, wir sind positiv überrascht von der angenehmen Temperatur, die Klimaanlage leistet gute Arbeit, wir nehmen Platz, ich lege mir mein iPad zurecht um etwas abzuschalten und meinen Thriller weiterzulesen, Jule schläft ein, der Bus fährt los – Melakka wir kommen!

Was uns dort erwartet, erfährst Du in Teil zwei!

Oliver Haarmann

Ich studiere Wirtschaftspsychologie und in mir steckt ein kleiner Sherlock, denn gute Psychothriller gehören zu mir wie das Ginger Beer in den Stoli, was mich auch gleich zu meinem Lieblings-Drink führt. Wenn ich nicht gerade arbeite, wird immer ausgiebig gekocht, die neusten Netflix-Produktionen geschaut oder im englischen Garten eine Runde gekickt. Sobald es das Budget zulässt, wird die nächste Reise geplant, am liebsten in sonnige Länder, denn ich bin ein absoluter Sommermensch. Meine große Liebe gilt außerdem der Musik. Teilt euer Feedback gerne auf Instagram @oh.xxii mit mir.

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