Wer die Filme von The Avengers oder Iron Man gesehen hat, kennt den persönlichen Assistenten Jarvis. Ohne jegliche körperliche Interaktion kommuniziert Robert Downey Jr. in den Filmen mit Jarvis, stellt Fragen, auf die er schlaue Antworten bekommt, und gibt ihm Aufgaben. Das ist Technologie der Zukunft, die uns noch nicht erreicht hat – oder doch?

Ins Licht tritt Amazon Echo. Ein elektronisches Gerät, das in erster Linie durch schlichtes Design auffällt. Unter der Haube versteckt sich allerhand Technik, die, ähnlich wie Iron Man’s Jarvis, einen persönlichen Assistenten ermöglicht. Echo wird in einen Raum gesetzt, am besten an einem leicht zugänglichen und offenem Platz. Der nächste Schritt ist die Aktivierung und das vernetzen mit dem WLAN und Amazon-Konto. Einmal eingeschaltet, bleibt es zu jeder Zeit erreichbar und wacht nach längerer Inaktivität aus dem Standby-Modus auf, sobald es gerufen wird. Und genau das ist der springende Punkt – es Bedarf lediglich der Stimme um mit Echo zu interagieren.

Zukunftstechnologie zum greifen nah

Versetzen wir uns mal in ein bestimmtes Szenario: Ich komme nach einem langen Arbeitstag nach Hause, hab nur noch Lust zu entspannen. Dazu gehört natürlich die passende Musik. Also rufe ich: „Echo! Spiele meine Musik“. Echo zögert nicht und spielt meine zuletzt gewählte Playlist von meinem gewünschten Gerät. Ich schmeiße mich im Schwung der Musik auf die Couch und mach die Augen zu. Ich merke wie ich einschlafe und will mir einen Wecker stellen. Mein gewöhnlicher Wecker ist im Schlafzimmer, mein iPhone nicht in Reichweite. Auch hier kommt wieder Echo ins Spiel: „Echo! Wecke mich in einer Stunde“. Eine Stunde später ertönt ein weckendes Signal, von Echo ausgehend.

Frei nach dem Motto: Klein aber Oho!

Musik abspielen und einen Wecker stellen sind nur 2 von vielen Funktionen, die Echo meistern kann. Natürlich lässt sich allerhand Info aus dem Internet über Echo herausfinden wie Nachrichten, Wetter etc. Die Reichweite von Echo ist zudem erstaunlich. Unabhängig von der Größe des Wohnraumes, sind die verschiedenen Mikrofone so angesetzt, dass die akustischen Wellen der Stimme Echo problemlos erreichen. Auch die Lautstärke von Echo ist ausreichend und kann nach Wunsch angepasst werden.

Alles in allem ist Echo ein gewagtes Experiment von Amazon, das auf den ersten Blick gelungen erscheint. Mit einem Preis von 199 $ (oder 99 $ für Amazon Prime-Kunden) ist Echo eine Investition, die im Vergleich zu heutigen Smartphone-Preisen eine relativ günstige Alternative zu den bekannten Assistenten wie Siri bietet. Einen Haken hat die Geschichte: Echo lässt sich vorerst nur in den USA erwerben und auch nur wenn Amazon die Anfrage, eine sogenannte Einladung, annimmt.

Offensichtlich ist Echo noch auf bestimmte Aktionen und Aufgaben begrenzt. Aber wer weiß wo uns diese Technologie noch hinführt und, gekoppelt mit anderen Geräten des täglichen Lebens, welche Möglichkeiten sich in Zukunft auftun. Time will tell.

 

Richard Wiswesser

In München geboren und trotzdem als "Preiß" abgestempelt, Fußballer mit Leib und Seele (wenn auch semi erfolgreich), absoluter Tech-Nerd mit Vorliebe für Apple und Smart Home, zocke hauptsächlich FIFA und Action Adventure Spiele wie „Zelda“ und „Uncharted“, und wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, dann wäre es, die Zeit zu kontrollieren.

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