Gestern Abend hat es uns mal wieder ins Kino verschlagen. Letzte Woche hatten wir euch von unserem Lieblingskino berichtet – doch dort wird „Bridge of Spies“ nicht gespielt, obwohl wir den Trailer in den letzten Wochen immer wieder dort zu sehen bekamen. Deswegen blieb uns diesmal nichts anderes übrig, als ins Mathäser am Stachus auszuweichen..

Am Kinodienstag bezahlten wir für unser Ticket in der Loge (für soviele Personen war auf dem Parkett leider nichts mehr frei) 8,90 Euro. Studentenrabatt gibt es im Mathäser am Kinodienstag leider nicht. Sind dann schonmal 3 Euro mehr als wir im Royal Filmpalast bezahlt hätten. Nachdem wir uns dann noch schnell eine Schale Nachos (ohne Jalapenos, gibts dort nicht!) und ein Getränk für 9,40 gegönnt hatten, ging es dann direkt in den Kinosaal.

Dort erwarteten uns richtig schicke Sitze aus Leder, fast wie in einem Auto. Die waren nicht nur schick, sondern auch echt bequem und auch die Beinfreiheit war definitiv ausreichend vorhanden. Da gibts wirklich gar nichts zu meckern. Was uns aber direkt aufgefallen ist, war die Entfernung zur Leinwand. Die fühlte sich, auch da wir ziemlich weit hinten saßen, recht klein an. Ehrlich gesagt war das aber im Laufe des Films gar kein Problem mehr. Auch der Sound war, wie in den meisten Kinos, richtig gut.

https://www.youtube.com/watch?v=N_oCZE4RCRo

Nun zum Film. Der Trailer hat uns eigentlich eher einen action-reicheren Film erwarten lassen. Doch dem war letztendlich nicht so. Der im Deutschen „Der Unterhändler“ genannte Film ist eher in die Kategorie historisches Drama einzuordnen. Er spielt in der Zeit des Kalten Krieges, einige Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs. Es gibt genau zwei Schauplätze: Brooklyn in New York und später Berlin, dass gerade dabei ist sich durch die Mauer in Ost- und West-Berlin zu spalten. So erkennt man einige bekannte Orte schnell wieder, allem voran die Brooklyn Bridge in New York, in dessen Nähe der russische Spion Rudolf Abel (gespielt von Mark Rylance) wohnt und Checkpoint Charlie in Berlin.

Ein Versicherungsanwalt auf geheimer Mission

Die Story erklärt sich im Groben so: Der New Yorker Rechtsanwalt James B. Donovan, gespielt von Tom Hanks, hat eigentlich das Fachgebiet Versicherungen. Nun soll er den vom CIA geschnappten Spion Abel vor dem amerikanischen Gericht vertreten. Durch seine verfassungsorientierte Verteidigung des Spions gerät Donovan in die Kritik des Richters und der Öffentlichkeit, die sich die Todesstrafe für Abel wünscht. Doch letztlich schafft er es, den Richter mit dem Argument, dass Abel eventuell im Kalten Krieg noch nützlich sein könnte, zu überzeugen. Abel bekommt „lediglich“ eine 30-jährige Haftstrafe.

Abel und Donovan im Gespräch
Abel und Donovan im Gespräch

Nun kommt es wie es kommen muss – ein junger, amerikanischer Pilot eines Spionageflugzeugs der CIA wird über Sowjetischem Gebiet abgeschossen und in Gefangenschaft genommen. Da die Amerikaner nun Angst bekommen, dass der Pilot Geheimnisse an die Sowjets weitergibt, schickt die CIA Donovan in einer geheimen Mission nach Berlin, um einen Austausch der beiden durchzuführen.

Dabei kommt ein weiterer, junger amerikanischer Doktorand ins Spiel. Auch er wurde gefangen genommen, allerdings durch die Ostdeutschen. Donovan bekommt dies mit und besteht darauf, beide im Austausch für Abel zu bekommen. Mit einer beeindruckenden Standhaftigkeit versucht er nun in Berlin, die beiden loszueisen..

Mark Rylance zeigt eine beeindruckende Performance

Wie die Story letztendlich ausgeht, solltet ihr euch definitiv selbst anschauen. Der Film lebt von einer tollen Atmosphäre, bedrückenden und nachdenklich machenden Bildern und hervorragend aufgelegten Schauspielern. Insbesondere der in Hollywood eher unbekannte Mark Rylance hat uns dabei überzeugt. Mit einer einzigartigen Mimik und sarkastischen Sprüchen qualifiziert er sich definitiv für weitere Aufgaben. Aber auch Tom Hanks macht seine Sache wirklich gut. Nach einer etwas längeren Pause auf der Kinoleinwand wünscht man sich definitiv wieder mehr von ihm!

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Bilder: Andreas Levers – Flickr, Craig Duffy – Flickr

Marcel Heil

Gebürtiger Pfälzer (der beste Wein..) und nun Wahl-Bayer (das beste Bier...) . Ich bin am liebsten im kreativen Bereich unterwegs - Fotos machen und Videos drehen sind die Dinge, die mir am meisten Spaß machen und mich am meisten motivieren. In meinem realen Leben entwickele ich Software - das hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht gedacht - aber es macht mir Spaß! Wenn ich mal nicht mit eyeslovetosee oder meiner Arbeit beschäftigt bin, findest du mich entweder im Fitnessstudio oder vor dem Fernseher zu Netflix oder Fussball.

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