Wir haben euch schon das ein oder andere „Virtual Reality“ (VR) Projekt vorgestellt, unter anderem die Samsung Gear VR und das Virtual-Tee, zwei ganz verschiedene Ansätze. Da wir selbst im VR-Dschungel gerade nicht mehr so richtig durchblicken, haben wir uns die aktuellen Projekte mal für euch angeschaut.

Zunächst ein kleiner Rückblick. Was ist eigentlich VR? Richard hat in seinem Artikel zur Samsung Gear VR bereits das wichtigste dazu erklärt:

„Hinter „Virtual Reality“ steckt eine Technologie, die eine computergenerierte und interaktive Umgebung kreiert. Diese künstliche Realität kann alleinstehend funktionieren oder mit der tatsächlichen Umgebung verschmelzen. Während VR besonders in den letzten 2 Jahren an Bedeutung gewonnen hat, gab es die ersten Ansätze bereits in den 90ern – besonders in der Videospielbranche. Und jetzt feiert Virtual Reality das Comeback.“

Hinzuzufügen ist noch, dass es sich bei VR um Echtzeit-Animationen handelt. Das heißt es wird eine gewisse Rechenleistung benötigt, um dies zu ermöglichen. Glücklicherweise sind selbst unsere Mini-Computer (Smartphones) dazu in der Lage, diese Rechenleistung zu bieten. Deswegen gibt es zum Beispiel seit einigen Jahren erste VR-Apps, die man mit einem wie von Google zur Verfügung gestellten „Cardboard“ auf seinem Smartphone nutzen kann.

Pappdeckel vors Gesicht? Eher nicht!

Nun ist das sicherlich zum ausprobieren mal ganz cool und definitiv eine neue Erfahrung, doch wirklich praktisch oder zum Langzeitgebrauch geeignet ist es nicht. Das haben auch die Hersteller gemerkt und deswegen mittlerweile coole, (einigermaßen) gut aussehende Geräte entwickelt. Schauen uns wir die neuesten Alternativen mal an.

Oculus Rift

Die Oculus Rift ist eines der erfolgreichsten Kickstarter Projekte. Im Jahr 2014 kaufte Facebook das Startup für knapp 2,3 Milliarden Euro auf – obwohl es da noch nicht einmal eine finale Version der Brille, sondern nur Prototypen, gab. Die finale Version kommt jetzt erst, am 28. März, auf den Markt und kostet 699 Euro. Nicht gerade ein Schnäppchen. Also was kann das Teil?

Die Rift ist sozusagen „Mädchen für alles“. Sie ist zum Zocken, zum Schauen von VR-Filmen oder zum virtuellen Chatten mit Freunden gedacht. Man kann sie zum Beispiel mit seiner Xbox One verbinden oder mit dem eigenen Gaming PC, damit ist sie allerdings beschränkt auf Produkte, die Microsoft Windows nutzen. Zusätzlich zur Brille bietet Oculus noch eigene Touch Controller an, mit denen man seine Erfahrung erweitern kann. Man darf gespannt sein, was sich das Unternehmen für die Zukunft noch so einfallen lässt.

Erweitere deinen Horizont: Oculus Rift

HTC Hive

Noch eine Spur teurer wie die Oculus Rift ist die HTC Hive. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 899 Euro muss der Käufer da nochmal zwei Hunderter drauflegen. Puh. Kann sie dafür mehr? Jein. Die technischen Daten sind fast gleich. Ein Vorteil könnte werden, dass zusätzlich zur Windows-Unterstützung auch eine Version für Mac OS und Linux geplant ist, denn damit würde man eine Vielzahl an potentiellen Kunden dazu gewinnen.

Trotz der relativ gleichen Specs hat die HTC Hive in fast allen Tests am Besten abgeschnitten. Sie kommt fast zeitgleich zur Oculus Rift, nämlich im April dieses Jahres, auf den Markt. Wir dürfen auf den Kampf zwischen den Beiden definitiv gespannt sein.

Klick dich schlauer: HTC Hive

Playstation VR

Eine plattformeigene Variante hat Sony für seine Playstation 4 geplant. Sie unterscheidet sich vor allem im Preis deutlich von den beiden anderen. Mit 399 Euro ist sie ca. um die Hälfte günstiger (Voraussetzung ist allerdings eine Playstation Kamera, die man für ca. 45 Euro bekommt). Viele Nachteile hat sie auf dem Papier aber erstmal nicht. Etwas geringere Auflösung (immer noch Full HD), etwas schwerer (was sind schon 100 Gramm) und erst ab Oktober erhältlich. Das sind wahrlich die einzigen Punkte, die man bemängeln könnte.

Optisch schneidet sie zumindest für mich, neben der bereits vorgestellten Samsung Gear VR, definitiv am Besten ab. Die Oculus Rift und HTC Hive sehen mit ihrem schwarzen Gehäuse eher etwas nerdig aus. Playstation VR und Gear VR punkten mit futuristischem, weißen Design.

Let’s play: Playstation VR

Was denn jetzt? Ist das cool?

Wir finden das Thema erstmal super spannend. Da wir auch alle recht gern mal eine Runde zocken, sind wir dafür in diesem Gebiet definitiv offen. Gerade bei First-Person Shootern wie dem aktuellen Tom Clancy’s Division oder in Games wie GTA V kann das echt cool werden. Entscheidend wird sein, wie es von den Spielemachern umgesetzt wird. Auch für die Filmbranche kann ich mir die VR-Brillen gut vorstellen. 3D war mal cooler um ehrlich zu sein, da braucht es definitiv was Neues. Lassen wir uns überraschen!

 

Bilder: siehe Webseiten der Hersteller

Marcel Heil

Gebürtiger Pfälzer (der beste Wein..) und nun Wahl-Bayer (das beste Bier...) . Ich bin am liebsten im kreativen Bereich unterwegs - Fotos machen und Videos drehen sind die Dinge, die mir am meisten Spaß machen und mich am meisten motivieren. In meinem realen Leben entwickele ich Software - das hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht gedacht - aber es macht mir Spaß! Wenn ich mal nicht mit eyeslovetosee oder meiner Arbeit beschäftigt bin, findest du mich entweder im Fitnessstudio oder vor dem Fernseher zu Netflix oder Fussball.

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