Von wegen feiner deutschsprachiger Rap mit zukunftsweisenden Beats muss aus Deutschland stammen – auch in Österreich ist gerade einiges am Start und einer sticht dabei besonders heraus. Gestatten: Yung Hurn.

Was bis vor Kurzem noch ein Insider für Swag-Jünger mit viel Erfahrung war, ist binnen Wochen eine Art „Rap-Revolution“ geworden, die in einer tsunamiartigen Welle nun auch Richtung Bundesrepublik schwappt und in der einige der spannendsten Musiker der hiesigen Rap-Szene unterwegs sind.

„Er ist schon 2016“

Es sind Song wie „Nein“, „Stoli“ oder „Christus & Blitz“, die Fans wie wir von eyeslovetosee feiern und die wir euch selbstverständlich nicht vorenthalten wollen. Doch wer ist dieser „Yung Hurn“, der seine ausgeklügelten, teils etwas drogenverherlichenden, von einem exzentrischen Flow durchzogenen Reime, meist auf von Lex Luger produzierten Beats kickt und damit einen Hype in der deutschsprachigen Rap-Szene auslöst? Ich behaupte „ein junger Visionär“ oder wie ein ebenfalls sehr musikaffiner Freund von mir sagt „er ist schon 2016“.

Die verstrahlte, ignorante, ja fast schon gelangweilte Vortragsweise mancher Parts des jungen Künstlers, sagt ohnehin schon mehr als manch akkurat gesetzte Reimkette: Yung Hurn hat halt keinen Bock, auf nichts, verstehste?

Yung Hurn hat halt keinen Bock, auf nichts, verstehste?

In den bis dato existierenden Videos fröhnen Hurn und seine Freunde ausgiebig dem ausschweifenden Leben: Schnapps, Weed, Ecstasy und weiße Linien. Nicht weit hergeholt scheint da der Gedanke, den Song als Abgesang auf die Wünsche, die die Gesellschaft an uns junge Menschen stellt, zu begreifen. Genau das ist es, was mich so daran fasziniert. Die Musik von Yung Hurn an ihrer lyrischen Finesse und Ähnlichem zu messen führt hier direkt ins Aus. Wer jedoch bereit ist, sich auf einen Trip zu begeben, der nicht ohne Irritationen, Highs und Downer auskommt, der wird irgendwann von dieser Musik aufgesogen – so wie ich.

Über das Berliner Label „Live From Earth“ erschienen die ersten Tracks, welche aus der Feder des österreichischen Shootingstars stammen. Sie sind auf deren Website „livefromearth.de“ zu hören und stehen sogar zum kostenfreien Download bereit.

Unser Tipp für euch: eine eisgekühlte Flasche Stoli auf den Tisch stellen, die besten Homies einladen, laut aufdrehen bis die Nachbarn aus dem Bett fallen und den Bass genießen…

Und nicht vergessen… Wer hat’s euch zuerst gezeigt? Richtig! Eyes❤️tosee 🙂

Oliver Haarmann

Ich studiere Wirtschaftspsychologie und in mir steckt ein kleiner Sherlock, denn gute Psychothriller gehören zu mir wie das Ginger Beer in den Stoli, was mich auch gleich zu meinem Lieblings-Drink führt. Wenn ich nicht gerade arbeite, wird immer ausgiebig gekocht, die neusten Netflix-Produktionen geschaut oder im englischen Garten eine Runde gekickt. Sobald es das Budget zulässt, wird die nächste Reise geplant, am liebsten in sonnige Länder, denn ich bin ein absoluter Sommermensch. Meine große Liebe gilt außerdem der Musik. Teilt euer Feedback gerne auf Instagram @oh.xxii mit mir.

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